Kundin mit mehreren Einkaufstüten | Bildquelle: dpa

Konsumklima hellt sich weiter auf Verbraucher weiter in Kauflaune

Stand: 25.02.2016 09:47 Uhr

Während deutsche Unternehmen zunehmend besorgt in die Zukunft blicken, ist die Kauflaune der Verbraucher weiterhin gut. Der monatliche GfK-Index zum Konsumklima stieg überraschend - wenn auch nur schwach. Hauptgrund ist die Aussicht auf Lohnsteigerungen.

Was die Wirtschaft bewegt, muss nicht unbedingt auch den privaten Verbraucher umtreiben. Das beweist erneut der monatliche Konsumklima-Index der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Dieser ist trotz der zuletzt zahlreichen Konjunkturrisiken im März erneut leicht gestiegen. Das Barometer für das Konsumklima kletterte überraschend um 0,1 auf 9,5 Punkte. Ökonomen hatten hingegen einen leichten Rückgang erwartet.

Aussicht auf ein "gutes Konsumjahr"

Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen - etwa von Möbeln und Computern - verharrt auf hohem Niveau. Hauptgrund für die positive Stimmung sind der GfK zufolge die deutlich gestiegenen Einkommenserwartungen der Verbraucher sowie die nach wie vor "exzellente" Verfassung des deutschen Arbeitsmarktes. Dies sorge für Planungssicherheit, die vor allem bei größeren Anschaffungen und Ausgaben ein wichtiges Kriterium sei. "Mit dem erfreulichen Start des Konsumklimas in dieses Jahr sind die Grundlagen dafür gelegt, dass auch 2016 ein gutes Konsumjahr werden kann", erklärten die Forscher.

Einkaufszentrum | Bildquelle: a
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Derzeit laufen die Geschäfte gut. Dank der Aussicht auf mehr Gehalt sitzt vielen Verbrauchern das Geld locker.

Sie sehen aber auch Gefahren. Neben der Flüchtlingskrise und der anhaltenden Terrorgefahr seien dies die stark sinkenden Energiepreise. Mittel- bis langfristig könne die Entwicklung dazu führen, dass die Investitionsneigung beeinträchtigt werde. Das wiederum könne sich negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken, befürchten die Marktforscher. Auch die anhaltende wirtschaftliche Schwächephase in Schwellenländern wie China, Brasilien oder Russland könnte die exportlastige deutsche Wirtschaft "nachhaltig beschädigen". So schätzten die Verbraucher die Aussichten für die deutsche Wirtschaft auch etwas schlechter ein als zuletzt.

Für seinen Index befragt das Marktforschungsunternehmen monatlich rund 2000 Verbraucher.

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