Demonstrationszug der Gewerkschaften am 1.Mai in Berlin | Bildquelle: dpa

Tag der Arbeit Gewerkschaften fordern rasche Reformen

Stand: 01.05.2018 14:21 Uhr

"Die Regierung muss jetzt liefern." Mit diesen Worten forderte DGB-Chef Hoffmann die rasche Umsetzung der Reformen des Koalitionsvertrags. Am Tag der Arbeit rügten die Gewerkschaften die Arbeitgeber.

Am Tag der Arbeit haben die Gewerkschaften die Bundesregierung zur raschen Umsetzung von Reformen gedrängt. "Die Regierung muss jetzt liefern", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann. Die Pläne zum Rückkehrrecht in Vollzeit, die paritätische Finanzierung der Krankenkassen, die Stabilisierung der Rente und die Allgemeinverbindlichkeit der Pflege-Tarifverträge müssten "Punkt für Punkt vollständig umgesetzt werden", sagte Hoffmann auf der zentralen DGB-Kundgebung in Nürnberg.

Nicht akzeptabel seien die Befristungen der Arbeitsverhältnisse und Lohndumping ohne Tarifverträge. Die Bundesregierung müsse gesetzlich dafür sorgen, dass Tarifverträge weiter gelten, wenn Unternehmen aus der Tarifbindung ausscheren, um Löhne zu drücken.

DGB-Chef Hoffmann fordert Gesetze zur Stärkung der Tarifbindung
tagesschau 20:00 Uhr, 01.05.2018, Frank Strerath, BR

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Bsirske rügt "schamlose Politik des Lohndumpings"

Auch ver.di-Chef Frank Bsirske kritisierte den Trend zum Ausstieg von Arbeitgebern aus dem Flächentarifvertrag. Immer mehr Unternehmen wie etwa der US-Konzern Amazon betrieben "eine schamlose Politik des Lohndumpings". Dieser Trend der Lohndrückerei müsse beendet werden.

Ver.di-Chef Frank Bsirske | Bildquelle: dpa
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Ver.di-Chef Bsirske verlangte mehr Geld für die Daseinsvorsorge

"Wir brauchen Gesetze, die die Tarifbindung stärken und die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen erleichtern", sagte Bsirske bei einer Kundgebung in Braunschweig. Er forderte zudem mehr staatliche Gelder für die Daseinsvorsorge. Es müsse in bezahlbaren Wohnraum, in Bildung und Erziehung sowie die Alterssicherung investiert werden, sagte Bsirske. Die Koalition müsse jetzt zügig umsetzen, was sie sich vorgenommen habe.

IG Metall verlangt Recht auf Weiterbildung

Der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann rief bei einer Kundgebung in Kassel dazu auf, die Beschäftigten bei den unvermeidlichen Transformationsprozessen in der Arbeitswelt mitzunehmen. Tarifverträge und Mitbestimmungsrechte seien die wichtigsten Hebel dafür, dass niemand unter die Räder komme und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werde.

Bei der Transformation gehe es um Chancen im Leben und um die Würde der Menschen. Dazu gehörten "Arbeit unter gerechten Bedingungen, eine Rente, die die Lebensleistung würdigt, die Gleichbehandlung beim Arzt, eine sinnvolle Förderung für alle, die arbeitslos geworden sind sowie bezahlbarer Wohnraum für alle, auch die mit kleinem Einkommen". Mit Blick auf die rasanten Veränderungen verlangte Hofmann eine grundlegende Reform des Bildungssystems. Zwingend erforderlich sei ein Recht auf Weiterbildung, das auch institutionell abgesichert werden müsse.

An den bundesweit 500 Veranstaltungen zum 1. Mai nahmen nach DGB-Angaben 340.000 Menschen teil - und damit 20.000 weniger als im Vorjahr.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Mai 2018 um 16:05 Uhr.

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