BASF stoppt Zulassungsanträge Aus für Genkartoffeln Fortuna, Amadea und Modena

Stand: 29.01.2013 18:54 Uhr

Der Chemiekonzern BASF hat seine Zulassungsanträge für die genveränderten Kartoffelsorten Fortuna, Amadea und Modena in Europa gestoppt.

BASF (Foto: dpa) (Bildquelle: dpa/dpaweb)
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BASF-Stammsitz in Ludwigshafen. Der Konzern will in den USA weiter pilzresistenten Mais entwickeln.

Grund seien unter anderem der Widerstand von Umweltschützern und zu befürchtende Zerstörungen von Kartoffelfeldern, teilte das Unternehmen mit. Einer Sprecherin zufolge hatten Gentechnikgegner im vergangenen Jahr vier von 13 Anlagen zerstört. Auch Unwägbarkeiten beim Zulassungsprozess auf europäischer Ebene führte die BASF an. Vor diesem Hintergrund könnten weitere Investitionen nicht gerechtfertigt werden.

Aufgegeben wird demnach auch die Forschung zu Futtermais mit verbesserten Nährstoffen, die bislang in den USA vorangetrieben wurde. Sechs Standorte würden deshalb geschlossen, etwa 40 Arbeitsplätze gingen verloren. Bei den europäischen Kartoffelprojekten seien nur noch eine Handvoll Mitarbeiter beschäftigt gewesen. Sie würden andere Aufgaben im Konzern bekommen, sagte die Sprecherin.

Feldversuche für pilzresistenten Mais geplant

Dafür setzt die BASF auf die Entwicklung von pilzresistentem Mais. Feldversuche dazu seien in den USA geplant. Dorthin hatte der Konzern vergangenes Jahr auch seine Pflanzenbiotechnologie-Tochter Plant Science verlagert, die zuvor in Limburgerhof bei Ludwigshafen angesiedelt war. Grund war ebenfalls die Gentechnik-Skepsis in Europa und jahrelanger Streit mit Politikern und Umweltschützern.

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