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Zum "Tag des geistigen Eigentums" hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Künstlern ihre Unterstützung im Kampf gegen illegale Raubkopien zugesichert. In ihrer wöchentlichen Videobotschaft erklärte Merkel: "Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt." Sie werde sich auf internationaler Ebene für mehr Schutz geistigen Eigentums stark machen.
[Bildunterschrift: Bundeskanzlerin Merkel will sich auch auf internationaler Ebene verstärkt für das Urheberrecht einsetzen. (Archiv) ]
Zum einen gehe es darum, Industriepatente zu schützen, sagte Merkel. Darüber hinaus müssten aber auch die Leistungen von Künstlern, Komponisten, Schriftstellern und Journalisten geachtet und geschützt werden. Kulturstaatsminister Bernd Neumann erklärte, im Zeitalter der Digitalisierung sei "der Respekt vor dem Wert und der wirtschaftlichen Bedeutung des geistigen Eigentums leider zurückgegangen".
Rund 200 prominente Künstler hatten in einem offenen Brief besseren Schutz ihrer Werke gefordert. Im Internet würden millionenfach Musiktitel, Filme und Hörbücher illegal angeboten. In ihrem Schreiben appellierten sie an Kanzlerin Merkel, den Schutz kultureller Produkte in der digitalen Welt zur "Chefsache" zu machen. Unterzeichnet wurde der Brief unter anderen von Herbert Grönemeyer, Tokio Hotel, Thomas Quasthoff, Til Schweiger und Bernd Eichinger.
Unterstützt wird der Vorstoß auch vom Bundesverband Musikindustrie, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Gema. Sie verwiesen auch auf Initiativen in Frankreich und England: In beiden Ländern erhielten Inhaber von Internetanschlüssen zunächst Warnhinweise, wenn sie durch Urheberrechtsverletzungen auffielen. Bei Nichtbeachtung würden die entsprechenden Anschlüsse für eine befristete Zeit gekappt.
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