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30.05.2012

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Wirtschaft
Süddeutschland: Vereinzelte Lieferengpässe bei Gas
Knappheit in Süddeutschland

Vereinzelte Engpässe bei Gaslieferung

Die Gasversorger beliefern einzelne Kunden in Süddeutschland nur noch eingeschränkt. Dies hat in Teilen der Region zu einer angespannten Versorgungslage geführt. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte entsprechende Presseberichte. Das Ministerium wies jedoch zugleich Berichte als "falsch" zurück, es sei deswegen ein Krisenstab eingerichtet worden.

Eine Sprecherin erklärte, es gebe beim Gas in Deutschland "kein Mengenproblem, sondern einen Engpass im Netz beim Transport vom Norden in den Süden Deutschlands". Deswegen würden "alle mit den Kunden vertragsmäßig vereinbarten Möglichkeiten" in Betracht gezogen, Gas einzusparen. In wenigen Einzelfällen sei eine Belieferung mit den vollen vertraglich vereinbarten Mengen nicht möglich gewesen.

Weniger Lieferungen durch Gazprom

Ein Gazprom-Mitarbeiter kontrolliert den Druck in einer Gaspipeline. (Foto: REUTERS) [Bildunterschrift: Der russische Konzern Gazprom hat seine Liefermengen nach Deutschland reduziert. ]
Verschiedene Medien hatten dagegen berichtet, Grund für die angespannte Lage sei die Kürzung von Gaslieferungen durch den russischen Energiekonzern Gazprom sein. Deswegen sei laut "Wirtschaftswoche" die Menge Richtung Süddeutschland auf die vertraglich vereinbarte Mindestmenge reduziert worden. Als Folge davon habe die Gasversorgung Süddeutschland (GVS) die Belieferung ihrer Kunden einschränken müssen. Das Unternehmen habe seine Abnehmer darum gebeten, den Gasverbrauch so weit wie möglich zu reduzieren.

Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns EnBW, Hans-Peter Villis, bestätigte der "Wirtschaftswoche", dass "die Sicherheitsreserven sich dem Ende zuneigen". Die Versorger müssten mächtig eingreifen, um Engpässe auszugleichen. Dank solcher Maßnahmen sei die Lage aber "noch sicher und stabil".

Gefährdet Gasmangel auch Stromnetz?

Der Erdgasmangel gefährdet den Berichten zufolge auch die Stabilität des Stromnetzes in Süddeutschland. In den vergangenen Tagen mussten laut der Zeitung "Welt am Sonntag" bereits mehrere Erdgas-Kraftwerke heruntergefahren werden. Seit der Stilllegung von acht Atomkraftwerken im vergangenen Jahr fehlten aber vor allem in Bayern und Baden-Württemberg Kapazitäten, um dies auszugleichen.

"Die derzeitige Versorgungssituation mit Strom in Deutschland ist angespannt, aber stabil", erklärte dazu eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Sonntag in Berlin. Einen Krisenstab, wie es die "WamS" berichtet hatte, gebe es aber nicht. Allerdings sei es "selbstverständlich", dass das Ministerium "im regelmäßigen Kontakt mit den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur steht". Dies sei "übliches Verwaltungshandeln".

Stand: 12.02.2012 17:24 Uhr
 

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