Der italienische Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan, die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, und der Gouverneur der italienischen Zentralbank, Ignazio Visco, stehen in Bari beim Treffen der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs. | Bildquelle: picture alliance / Ciro Fusco/AN

G7-Finanzministertreffen Kampf gegen Cyberangriffe

Stand: 13.05.2017 10:32 Uhr

Während eine weltweite Attacke momentan zehntausende Rechner lahmlegt, diskutieren die G7-Finanzminister Schritte, um Wirtschaft und Gesellschaft besser gegen Cyberangriffe zu wappnen. Uneinigkeit herrscht hingegen auch in Bari beim Thema Freihandel.

Die Gruppe der sieben führenden Industrieländer will Wirtschaft und Gesellschaft besser vor Cyberangriffen schützen. Während gerade viele Länder Opfer einer großen Hackerattacke wurden, gaben die G7-Finanzminister im italienischen Bari das Ziel aus, sich stärker gegen solche Angriffe zu wappnen.

"Wir erkennen an, dass Cyber-Vorfälle eine wachsende Bedrohung für unsere Volkswirtschaften darstellen und dass angemessene Reaktionen erforderlich sind", heißt es in der Abschlusserklärung des Treffens. Im Blick hat die Staatengruppe vor allem den Finanzbereich, der für Cyberattacken besonders anfällig sein soll. Hintergrund ist allerdings nicht der aktuelle Cybergroßangriff. Vielmehr hatte Italien als amtierende G7-Präsidentschaft schon zuvor einen Schwerpunkt bei diesem Thema gesetzt.

G7-Treffen: Besserer Schutz vor Cyberangriffen beschlossen
tagesschau 17:00 Uhr, 13.05.2017, Svea Eckert, NDR

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Schwachstellen erkunden und beheben

Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung der Geschäfte von Finanzfirmen komme es darauf an, frühzeitig Schwachstellen zu erkunden und zu beheben, um den gesamten Bereich besser zu schützen und darüber hinausreichende Gefahren zu bannen, heißt es in dem Entwurf.

Die G7 erteilten einer bereits bestehenden Cyber-Expertengruppe das Mandat, bis Oktober Vorschläge zu erarbeiten. Die besondere Herausforderung dabei sei, dass grenz- und branchenüberschreitend für mehr Sicherheit gesorgt werden müsse.

Minimalkonsens beim Thema Freihandel

Während unter den G7-Finanzministern im Bereich der Cyberangriffe weitgehend Einigkeit herrscht, streiten sie sich beim Thema gemeinsame Handelspolitik weiter. Die USA blockierten auch beim Treffen in Bari ein klares Bekenntnis zu freiem Handel und gegen Marktabschottung. Die Teilnehmer konnten sich nur auf einen Minimalkonsens verständigen: "Wir arbeiten daran, den Beitrag des Handels für unsere Volkswirtschaften zu stärken", heißt es äußerst knapp in der Abschlusserklärung.

Das ist dieselbe unverbindliche Formulierung wie schon beim Treffen der Finanzminister der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer vor zwei Monaten in Baden-Baden. Entschärft werden soll der Konflikt nun auf Ebene der Staats- und Regierungschefs beim G7-Gipfel in zwei Wochen auf Sizilien oder beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg unter Gastgeber Deutschland. 

Erste Erklärung seit acht Jahren

Die größere G20-Gruppe hatte sich in der Vergangenheit - vor Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar - in Abschlusserklärungen zum Freihandel bekannt und Abschottung sowie Protektionismus eine Absage erteilt. Trump jedoch hatte mehrfach betont, er werde in seiner Handels- und Steuerpolitik amerikanische Interessen über alles stellen. 

Die Erklärung von Bari ist dennoch ein Erfolg: Sie ist das erste gemeinsame Abschlusskommuniqué der G7-Finanzminister seit acht Jahren. Gastgeber Italien hatte darauf bestanden.

Gipfel der G7 Finanzminister und Notenbankchefs
J.-C. Kitzler, ARD Rom zzt. Bari
13.05.2017 18:24 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die Tagesschau am 13. Mai 2017 um 09:50Uhr.

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