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30.05.2012

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Das gefährdete Atomkraftwerk Fukushima in Japan (Foto: dpa)
Katastrophe in Fukushima: Tepco erhält Milliardenhilfe
Nach der Atomkatastrophe in Japan

Tepco erhält Milliardenhilfe

Der Betreiber des schwer beschädigten Atomkraftwerks Fukushima bekommt vom Staat Milliardenhilfe. Die Regierung segnete Pläne ab, Tepco zunächst mit 900 Milliarden Yen (8,4 Milliarden Euro) unter die Arme zu greifen, um massive Entschädigungszahlungen an die Leidtragenden des Atomunfalls leisten zu können. Im Gegenzug versprach der Konzern, über die kommenden zehn Jahre die Kosten im Umfang von mehr als 2,5 Billionen Yen zu senken, unter anderem durch die Kürzung von Pensionszahlungen.

Tepco kann damit rechnen, zusätzlich zu den rund 900 Milliarden Yen weitere 120 Milliarden Yen an staatlicher Kompensation für den Atomunfall zu erhalten. Dies sieht ein entsprechendes Gesetz zum Atomschadensausgleich vor. Das Geld stammt aus einem Fond von japanischen Kernkraftwerksbetreibern und der Regierung.

Audio: Trotz Milliardenhilfe schreibt Tepco rote Zahlen

AudioPeter Kujath, ARD-Hörfunkstudio Tokio 04.11.2011 09:11 | 1'50
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Die Reaktorkatastrophe vom März führte bei Tepco zu enormen Verlusten. Zwischen April und September summierte sich das Minus auf 627,30 Milliarden Yen (5,8 Milliarden Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Gewinn von 92,29 Milliarden Yen erwirtschaftet. Der Umsatz von Tepco schrumpfte um 7,7 Prozent auf 2,5 Billionen Yen.

Tepco: Keine unkontrollierte Kettenreaktion

Zuvor hatte Tepco mitgeteilt, in dem havarierten Atomkraftwerk habe es keine unkontrollierte Kettenreaktion gegeben. Im zweiten Reaktor der Anlage habe sich zwar wahrscheinlich eine "spontane" Kernspaltung ereignet, sagte ein ranghoher Mitarbeiter des Unternehmens Tepco am Donnerstag. Die in dieser Woche gemessenen Radioaktivitätswerte in der Anlage seien aber so niedrig, dass keine anhaltende und unkontrollierte Reaktion stattgefunden haben könne.

Bei dem schweren Erdbeben und Tsunami vom 11. März war das AKW Fukushima massiv beschädigt worden. Zehntausende Anwohner mussten fliehen.

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Stand: 04.11.2011 09:05 Uhr

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