Fresenius-Gruppe

Übernahme auf US-Markt Fresenius schluckt Konkurrent Akorn

Stand: 25.04.2017 04:42 Uhr

Der hessische Gesundheitskonzern Fresenius will sein Geschäft in den USA stärken und übernimmt dafür den dortigen Konkurrenten Akorn. Umgerechnet 4,4 Milliarden Euro soll der Deal kosten. Doch auch in Deutschland plant Fresenius weitere Zukäufe.

Nur wenige Monate nach der bislang größten Übernahme in der Geschichte des hessischen Gesundheitskonzerns Fresenius bringt das Unternehmen den nächsten großen Deal auf den Weg. Wie Firmenchef Stephan Sturm bekannt gab, übernimmt Fresenius seinen US-Konkurrenten Akorn und stärkt so sein Geschäft mit Nachahmermedikamenten in den USA.

Umgerechnet 4,4 Milliarden Euro lässt sich Fresenius die Übernahme kosten. Im vergangenen September hatte der Konzern mitgeteilt, den spanischen Klinikbetreiber Quironsalud für 5,8 Milliarden Euro zu kaufen. Zu Fresenius gehört auch die Kliniktochter Helios.

Neben dem Akorn-Deal gab Sturm überraschend eine weitere Transaktion bekannt. Die Fresenius-Generika-Sparte Kabi kauft dem Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck für 170 Millionen Euro dessen Geschäft mit Biosimilars ab, also mit Nachahmermedikamenten von Biotech-Arzneien. "Mit diesen Akquisitionen stellen wir bei Fresenius Kabi die Weichen für ein noch breiter angelegtes und dauerhaft kräftiges Wachstum über das laufende Jahrzehnt hinaus", sagte Sturm.

Sturm geht davon aus, dass sich die Zukäufe ab 2021 positiv in der Geschäftsbilanz niederschlagen werden. Für 2020 strebt das Unternehmen einen Gewinn von bis zu 2,7 Milliarden Euro an.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. April 2017 um 12:00 Uhr.

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