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Fraport zieht Bilanz des Arbeitskampfs
Streik kostet Frankfurter Flughafen Millionen
Der Frankfurter Flughafen hat trotz des Arbeitskampfs des Vorfeldpersonals die Passagierzahlen im Februar leicht auf 3,6 Millionen gesteigert. Der Flughafenbetreiber Fraport teilte allerdings mit, dass infolge des neuntägigen Streiks etwa 1700 Verbindungen gestrichen werden mussten. Dies habe zu einem Verlust von etwa 170.000 Passagieren geführt. Die Zahl der Start und Landungen sank um 4,6 Prozent im Vergleich zum Februar 2011. Der Frachtverkehr ging um 9,1 Prozent zurück.
Zu den Gesamtkosten des Streiks der Vorfeldbeschäftigten hatte sich der Flughafenbetreiber bereits in der vergangenen Woche geäußert. Fraport-Chef Stefan Schulte hatte von einem mittleren einstelligen Millionenbetrag gesprochen und Schadenersatzforderungen angekündigt.
Tarifkonflikt nicht gelöst
Noch ist allerdings unklar, wie sich der Tarifkonflikt weiter entwickelt. Zwar hatte das Arbeitsgericht Frankfurt den Streik mit Hinweis darauf gestoppt, dass einzelne Forderungen der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) gegen die Friedenspflicht verstießen. Allerdings könnte die GdF mit einem veränderten Forderungskatalog zu erneuten Arbeitsniederlegungen aufrufen. Der Flughafen hält an seinem bisherigen Angebot für die rund betroffenen 200 Beschäftigten fest. Zum Stand der Verhandlungen gebe es nichts Neues, erklärte ein Sprecher der GdF.
Stand: 12.03.2012 12:31 Uhr
