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Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat erneut eine Verlängerung ihres Streik am Frankfurter Flughafen angekündigt. Der Ausstand soll nun bis Freitagabend 23 Uhr dauern. "Natürlich wollen wir den Druck erhöhen", sagte GdF-Sprecher Matthias Maas zur Begründung. Die Arbeitsniederlegung der rund 200 Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen sollte eigentlich am Mittwochmorgen um 5 Uhr enden. Bereits in der vergangenen Nacht war ein für Montagmorgen angekündigter 24-Stunden-Streik überraschend auf 48 Stunden ausgedehnt worden.
Die Streikenden hatten am Montagmorgen die dritte und mit 48 Stunden bislang längste Runde ihres Arbeitskampfes eingeläutet. Aufgrund des Streiks fielen gestern 240 von 1271 geplanten Flügen aus. Die Folgen des Streiks waren aber geringer als am Freitag, als 301 von 1082 Flügen gestrichen werden mussten.
[Bildunterschrift: Geduldsprobe für die Passagiere in Frankfurt ]
Für Entlastung sorgte nach Angaben der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport, dass am Rosenmontag nicht so viele Reisende unterwegs gewesen seien. Um die Auswirkungen des Streiks der rund 200 Vorfeldlotsen, Einweiser und Disponenten zu reduzieren, hatte Fraport andere Mitarbeiter geschult, die deren Aufgaben übernahmen.
Für Dienstag sind bislang 187 der ursprünglich etwa 1200 Flüge gestrichen worden. Flughafenbetrieber Fraport ist für heute optimistisch. Es sehe gut und ruhig aus. Die Lufthansa bietet ihren Kunden kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen auf die Bahn an. Die Bahn setzt alle zur Verfügung stehenden Züge und an den Bahnhöfen zusätzliche Mitarbeiter ein.
Ein Ende der Auseinandersetzung ist bislang nicht absehbar - die Gewerkschaft GdF und der Flughafenbetreiber Fraport reden nicht einmal miteinander. Die Fronten in dem seit Monaten schwelenden Tarifstreit sind vollkommen verhärtet und eine schnelle Einigung nicht absehbar. Beide Parteien belauern sich und warten darauf, dass der andere den ersten Schritt macht.
Die Gewerkschaft verlangt deutliche Lohnerhöhungen für die 200 Flugzeug-Einweiser in Frankfurt. Die Arbeit der Vorfeld-Beschäftigten, die Jets etwa Parkpositionen zu weisen, sei mit der Eröffnung der vierten Landebahn wesentlich anspruchsvoller geworden, argumentieren die Arbeitnehmervertreter.
Fraport spricht von überzogenen Forderungen der GdF, die auf Gehaltserhöhungen um bis zu 70 Prozent hinauslaufen würden. Ein Gütevorschlag des als Schlichter eingesetzten früheren Ersten Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust brachte keinen Durchbruch. Die Gewerkschafter hatten den Schlichterspruch angenommen, Fraport hatte ihn jedoch abgelehnt.
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