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Peter Altmaier

Altmaier für hohe Hürden bei Erdgas-Gewinnung

"Wir wollen Fracking einschränken"

Bundesumweltminister Peter Altmaier gibt der umstrittenen Förderung von Schiefergas in Deutschland in den kommenden Jahren keine Chance. "Die Botschaft ist: Wir wollen Fracking einschränken, wir wollen es nicht ermöglichen", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk.

Auf "absehbare Zeit" werde daher die Methode nicht zum Einsatz kommen. Er empfehle allen Beteiligten, in nächster Zeit keine Anträge zu stellen, sagte Altmaier mit Blick auf Tests mit dem Verfahren, die in Deutschland bereits begonnen worden waren.

Beim Fracking wird Flüssigkeit ins Gestein gepresst und dadurch Druck erzeugt, um Öl und Gas freizusetzen. Kritiker bemängeln unter anderem den Einsatz von Chemikalien, in denen sie eine Gefahr für das Trinkwasser sehen.

Fracking-Bohrstelle bei Lingen (Archiv)
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Eine Bohrstelle bei Lingen in Niedersachsen: Das Fracking-Verfahren zur Gewinnung von Erdgas ist höchst umstritten.

Unklare Gesetzeslage

Bisher existieren keine klaren Regelungen, die auf Fracking zugeschnitten sind. Während Umweltschützer es generell verbieten wollen, wollen Union und FDP es mit einem neuen Gesetz unter strikten Auflagen regeln, aber nicht ausschließen. Eine Arbeitsgruppe der Koalition hatte von Altmaier und Wirtschaftsminister Philipp Rösler eine rasche Regelung verlangt.

Darin fordern sie eine Umweltverträglichkeitsprüfung sowie einen umfassenden Schutz von Grund- und Trinkwasser. Mit den strengeren Auflagen soll auch die Unterstützung von rot-grün regierten Ländern gewonnen werden, damit das Vorhaben den Bundesrat passieren kann. Altmaier versicherte, dass die Sorgen ernst genommen werden: "Wir werden klarstellen, dass Fracking in Trinkwasserschtzgebieten grundsätzlich verboten ist."

Altmaier zeigt "Fracking" die rote Karte
M. Pieper, ARD Berlin
11.02.2013 17:18 Uhr

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Bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter Gas

In Deutschland finden sich schwer zugängliche Schiefergasvorkommen über das Land verteilt in verschiedenen Regionen, unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Laut Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) lagern unter der Oberfläche Deutschlands bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter Gas aus solchen Vorkommen.

In den USA hatte das Fracking-Verfahren zu einem Boom in der Gas- und Ölindustrie geführt. Expertenschätzungen zufolge könnten die Vereinigten Staaten vom größten Öl-Importeur der Welt zum Energie-Exporteur werden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Februar 2013 um 13:30 Uhr.

Stand: 11.02.2013 16:03 Uhr

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