Eier in der Verpackung | Bildquelle: dpa

Nach neuem Fipronil-Fund Grüne wollen Ei-Produkte nummerieren

Stand: 12.06.2018 14:22 Uhr

Nach dem Fipronil-Skandal 2017 sind erneut Tausende mit dem Insektengift belastete Eier aus den Niederlanden in den Handel gelangt. Die Grünen fordern zügige Konsequenzen für den Verbraucherschutz.

Die Grünen fordern Konsequenzen aus dem jüngsten Fund von Eiern mit dem Insektengift Fipronil in Niedersachsen. "Wir brauchen endlich Nummerncodes für eierhaltige Lebensmittel wie Nudeln", sagte die ernährungspolitische Sprecherin im Bundestag, Renate Künast.

Nach dem Fipronil-Skandal im vergangenen Jahr, in dessen Verlauf Millionen Eier vom Markt genommen und mehrere Legehennenbetriebe gesperrt worden waren, waren in einer Packstelle in Niedersachsen belastete Eier gefunden worden. Es handelt sich demnach um Eier eines Bio-Legehennenbetriebs aus den Niederlanden. Die Substanz sei bei amtlichen Untersuchungen über dem zulässigen Grenzwert nachgewiesen worden, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit.

Was ist Fipronil?
10.08.2017, Nea Matzen/Anja Hensel, ARD-aktuell

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Gesundheitsgefahr soll nicht bestehen

Rund 73.000 Eier seien in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen in den Verkauf gelangt. Die Rücknahme der Eier wurde vom Lebensmittelunternehmer veranlasst. Die Packstelle mit dem Stempelcode, mit dem Verbraucher sehen können, ob sie belastete Eier im Kühlschrank haben, solle nach einer zweiten Untersuchung veröffentlicht werden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher gibt es nach Einschätzung der Behörden derzeit nicht.

Künast sagte, eine transparente Kennzeichnung mache den jeweiligen Betrieb rückverfolgbar, damit Produkte mit belasteten Eiern umgehend aus dem Handel entfernt werden könnten. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) müsse handeln, damit Verbraucher vor weiteren Eierskandalen geschützt werden.

Neuer Fund ist Spätfolge des alten Skandals

Der neue Fund der mit dem Insektengift Fipronil belasteten Eier ist nach niederländischen Angaben eine Spätfolge der Krise von 2017. Offensichtlich befänden sich im Boden noch immer Reste des Stoffes, sagte der Sprecher der niederländischen Lebensmittelbehörde, Rob Hageman, der Deutschen Presse-Agentur in Utrecht. "Die Züchter setzen das Mittel nicht mehr ein." Sie müssten nun die Ursache der erneuten Belastung finden.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 12. Juni 2018 um 09:15 Uhr.

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