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Einen Monat vor dem Welt-Klimagipfel in Kopenhagen haben sich die Finanzminister und Notenbankchefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) nicht auf einen Kompromiss über bindende Ziele und Finanzzusagen für Klimaschutzmaßnahmen in ärmeren Ländern geeinigt. Das zweitägige Treffen im schottischen St. Andrews endete ergebnislos.
[Bildunterschrift: Finanzminister Schäuble zeigte sich von dem Treffen in St. Andrews enttäuscht. ]
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der zum ersten Mal in seinem neuen Amt an einem internationalen Treffen teilnahm, beklagte den Misserfolg. "Wir sind zu keiner gemeinsamen Lösung gekommen", sagte er. Zugleich warnte Schäuble vor einem Scheitern des Klimagipfels im Dezember in Kopenhagen. "Das kann sich die Welt nicht leisten."
Schäuble machte Schwellenländer für den Fehlschlag in St. Andrews verantwortlich. Sie hätten sich nicht festlegen wollen, "eigene öffentliche Mittel für die Schaffung von mehr Klimaschutz in die Hand zu nehmen", sagte er. In Verhandlungskreisen hieß es, vor allem China habe geblockt.
Auch beim Thema Finanzmarktsteuer konnten sich die Minister nicht einigen. Zwar überraschte der britische Premierminister Gordon Brown mit einem Vorstoß für eine Abgabe auf weltweite Finanzmarkttransaktionen, stieß aber bei der US-Delegation umgehend auf Widerstand. "Das ist nichts, was wir unterstützen wollen", sagte US-Finanzminister Timothy Geithner. Auch Kanadas Finanzminister Jim Flaherty und IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn äußerten Zweifel an der Wirksamkeit einer neuen Abgabe.
Brown hatte sich im Vorfeld des Treffens dafür ausgesprochen, Banken bei der Bewältigung der Krisenlasten zur Kasse zu bitten. "Es ist nicht hinnehmbar, dass der Erfolg in diesem Sektor von wenigen eingeheimst wird, die Kosten für Versagen aber uns allen aufgebürdet werden", sagte Brown. Einen Alleingang schloss er aber aus.
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Der Vorstoß aus London gilt als Kurswechsel: Die britische Regierung hatte sich zuvor skeptisch gegenüber einer globalen Steuer gezeigt. Die Bundesregierung war bisher für eine solche Steuer eingetreten.
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