Die Zentrale von Fiat Chrysler in Auburn Hills, Michigan/USA | Bildquelle: AP

Abgasmanipulation US-Regierung verklagt Fiat Chrysler

Stand: 23.05.2017 20:04 Uhr

Es geht um über 100.000 Geländewagen: Die US-Regierung hat Klage gegen Fiat Chrysler eingereicht. Der italienisch-amerikanische Konzern soll illegal Software eingesetzt haben, um die Abgaswerte der Fahrzeuge zu manipulieren.

Im Streit über manipulierte Abgaswerte hat die US-Regierung vor einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Michigan Klage gegen Fiat Chrysler eingereicht.

Bereits im Januar hatte die US-Umweltbehörde EPA mitgeteilt, dass sie nach dem Skandal bei Volkswagen auch Fiat Chrysler wegen manipulierter Abgaswerte im Verdacht hat.

Es geht um Stickoxid-Werte

Die EPA wirft dem italienisch-amerikanischen Autobauer vor, in 104.000 Dieselfahrzeugen illegal eine Software zur Manipulation von Stickoxid-Werte eingesetzt zu haben. Betroffen sind Jeep Grand Cherokees und Pick-up-Trucks der Marke Ram der Modelljahre 2014 bis 2016.

Das Management des Konzerns wies dies zurück. Die Fiat-Aktie gab nach Bekanntwerden der Pläne um drei Prozent nach.

Fiat will sich "energisch verteidigen"

Fiat Chrysler teilte in einem Statement mit, das Unternehmen sei enttäuscht über den Schritt des Ministeriums. Der Konzern prüfe die Klageschrift und beabsichtige, sich energisch zu verteidigen.

Für Mittwoch hat ein Bundesrichter in Kalifornien zudem eine Anhörung angesetzt, nachdem von Autobesitzern eine Reihe von Klagen gegen Fiat Chrysler eingereicht worden waren.

Autobauer hatte Umrüstung zugesagt

Der Abgasskandal bei Volkswagen hatte die EPA 2015 zu einer großangelegten Untersuchung von Diesel-Fahrzeugen in den USA veranlasst. Daraus ergaben sich nun die Vorwürfe gegen Fiat Chrysler.

Fiat hatte vergangene Woche bereits angekündigt, auf Geheiß der Behörden die Diesel-Fahrzeuge umzurüsten.

Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 23. Mai 2017 um 00:30 Uhr.

Darstellung: