Herkunftsauskleber für den Export | Bildquelle: dpa

Außenhandel Wieder Rekordjahr für den Export

Stand: 09.02.2017 09:24 Uhr

Die Nachfrage nach "Made in Germany" boomt ungebrochen. Die deutschen Exportunternehmen haben das dritte Mal in Folge ein Rekordjahr hingelegt - trotz der Schwäche des Welthandels. Die neue US-Regierung dürfte das mit Missfallen sehen.

Deutschlands Exportwirtschaft setzt ungeachtet der Verunsicherung durch das Brexit-Votum und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ihren Rekordkurs fort. Waren im Wert von 1,21 Billionen Euro gingen 2016 ins Ausland, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Zahlen mitteilte.

Es war das dritte Rekordjahr in Folge und ein Anstieg um 1,2 Prozent. Die Einfuhren erhöhten sich um 0,6 Prozent auf 954,6 Milliarden Euro - ebenfalls ein Höchstwert.

#kurzerkärt: Exportweltmeister Deutschland
nachtmagazin 01:00 Uhr, 23.12.2016, Sebastian Kisters, HR

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Zuwachs vor allen in den Nachbarländern

Besonders kräftig war die Nachfrage nach in Deutschland hergestellten Waren im vergangenen Jahr in der Europäischen Union. Die Exporte stiegen um 2,2 Prozent auf 707,9 Milliarden Euro.

Außerhalb der EU bekamen die Unternehmen dagegen die Schwäche des Welthandels und die politischen Unsicherheiten zu spüren. Die Ausfuhren sanken um 0,2 Prozent auf 499,6 Milliarden Euro.

Ein Containerschiff wird in Hamburg auf dem Container Terminal Altenwerder beladen.
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Mit Containern in alle Welt: Waren aus Deutschland bleiben international gefragt.

Lücke zum Import

Die Export-Stärke Deutschlands dürfte allerdings weiter für Diskussion sorgen. Da Deutschland mehr Waren im Ausland verkauft als von dort einführt, stieg der Exportüberschuss auf den Rekordwert von 252,9 Milliarden Euro. Der Leistungsbilanzüberschuss kletterte auf 266,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 252,6 Milliarden Euro). In die Leistungsbilanz fließen neben Waren und Dienstleistungen unter anderem Zinsen und Löhne ein.

Die Exportkraft Deutschland sorgt immer wieder für Kritik, zuletzt aus den USA. Präsidentenberater Peter Navarro warf Deutschland vor, die USA und die EU-Partner durch einen schwachen Euro "auszubeuten". Bundesbank-Präsident Jens Weidmann wies dies zurück. Der Vorwurf, Deutschland beute die USA und andere Länder mit einer unterbewerteten Währung aus, sei "mehr als abwegig". Deutsche Unternehmen seien vor allem deshalb so erfolgreich, "weil sie hervorragend auf den Weltmärkten positioniert sind und mit innovativen Produkten überzeugen" .

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 09. Februar 2017 um 11:30 Uhr in der Wirtschaft.

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