Eurowings | Bildquelle: dpa

Tarifkonflikt bei Fluglinie Eurowings-Flugbegleiter legen Arbeit nieder

Stand: 22.11.2016 10:03 Uhr

Umbuchen, ausweichen, warten: Bei Eurowings ist das Kabinenpersonal in einen Streik getreten. In Düsseldorf und Hamburg fallen mehr als 60 Flüge aus. Davon sind rund 4100 Passagiere betroffen.

Das Kabinenpersonal der Lufthansa-Billigtochter Eurowings ist am Morgen an den Standorten Hamburg und Düsseldorf in einen mehrstündigen Streik getreten. An beiden Flughäfen seien die Beschäftigten zwischen 5.00 Uhr und 20.00 Uhr zum Arbeitskampf aufgerufen worden, teilte die Gewerkschaft ver.di in Berlin mit. Bislang strich Eurowings 64 der für heute geplanten Verbindungen, wie aus Angaben auf der Webseite der Fluggesellschaft hervorgeht.

Am Flughafen Düsseldorf wurde demnach mehr als die Hälfte der vorgesehenen Verbindungen gestrichen: 26 Starts und 26 Landungen. In Hamburg wurden sieben von 20 startenden Maschinen und sieben von 20 landenden Maschinen abgesagt, sagte eine Sprecherin des dortigen Flughafens. Der Streik habe aber "kaum Auswirkungen" auf den Flugbetrieb in Hamburg, erklärte eine Eurowings-Sprecher.

Ein Unternehmenssprecher kritisierte ver.di wegen des Streikaufrufs. Die Verhandlungen seien "weit vorangeschritten" und von ver.di "nicht für gescheitert erklärt" worden. Daher sei die jetzige Eskalation unverständlich.

Die Gewerkschaft und das Unternehmen streiten seit geraumer Zeit ums Geld und weitere Verbesserungen für das Kabinenpersonal. Auch die Verhandlungen der Linie mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO verlaufen schwierig. Hier war ein Streik im Oktober aber nach Angaben von Eurowings auf wenig Resonanz gestoßen. "Der Eurowings-Vorstand hat die Arbeitsniederlegung provoziert, weil er darauf beharrt, nur gemeinsam mit ver.di und UFO einen Tarifvertrag bei Eurowings verhandeln zu wollen", sagte ver.di-Vorstandsmitglied Christine Behle.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. November 2016 um 09:00 Uhr.

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