Eine Boeing der Fluggesellschaft TUIfly am Flughafen Hannover | Bildquelle: dpa

Geplante Fusion abgesagt Kein Ferienflieger von TUI und Etihad

Stand: 08.06.2017 12:24 Uhr

Die Verhandlungen zwischen TUI und dem Air-Berlin-Großaktionär Etihad über einen gemeinsamen Ferienflieger sind gescheitert Etihad verfolgt offenbar neue Pläne - in Richtung einer größeren Fusion.

Die arabische Fluggesellschaft Etihad hat ihre bisherigen Pläne für die Air-Berlin-Beteiligung aufgegeben. Alle Gespräche mit dem TUI-Reisekonzern über die seit Ende 2016 geplante Gründung eines gemeinsamen Ferienfliegers wurden abgesagt. "Die TUI Group und die Etihad Aviation Group werden ihre Verhandlungen über das geplante Joint Venture zwischen der deutschen Flug-Tochter TUIfly und Niki nicht fortführen", teilte die TUI mit.

Air Berlin, Etihad und der TUI-Konzern hatten im Oktober 2016 Pläne für die neue Gesellschaft durch eine Verschmelzung der TUIfly mit der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki als wichtiges Element für die Sanierung der Air Berlin bekanntgegeben. Etihad hält 29 Prozent der Aktien an der schwer angeschlagenen Air Berlin.

Etihad will Niki nicht einzeln fusionieren

"Strategisch macht eine starke europäische Touristik-Airline weiter sehr viel Sinn, denn der Luftverkehr in Deutschland ist durch Überkapazitäten geprägt", erklärte TUI-Vorstandsmitglied Sebastian Ebel, betonte aber: "Niki steht aber nicht mehr für ein Joint Venture zur Verfügung". Der Konzern werde daher die Neupositionierung der deutschen TUIfly weiter vorantreiben.

In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben des TUI-Konzerns an seine Mitarbeiter heißt es, Etihad habe offenbar mit Blick auf seine Investments in Europa neue Pläne verfolgt und neu bewertet, wie sich die Airline künftig in Deutschland und Europa aufstellen wolle. "Etihad strebt offenbar eine Perspektive für das Gesamtunternehmen Air Berlin/Niki an und will Niki nicht länger aus der Air Berlin herauslösen; das ist eine andere Grundlage als das, was Etihad und seine Gesellschafter im Dezember 2016 mit uns vereinbart haben."

Auf einer Mitarbeiterversammlung am Nachmittag will TUI in Hannover weitere Informationen zu den Plänen des Konzerns mitteilen. Die Beendigung der Gespräche mit Etihad hätten aber keine konkreten Auswirkungen auf den Flugbetrieb oder die Arbeitsplätze. Auch der bestehende Wetlease-Vertrag mit Niki bleibe unverändert bestehen.

Gespräche zwischen TUI und Etihad über gemeinsamen Ferienflieger gescheitert
W. Kurtz
08.06.2017 15:24 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. Juni 2017 um 11:40 Uhr.

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