Offener Zugang zum Arbeitsmarkt für Kroaten | Bildquelle: dpa

Konjunktur in Deutschland Zahl der Erwerbstätigen erreicht Rekordstand

Stand: 02.01.2017 09:57 Uhr

Der Boom auf dem deutschen Arbeitsmarkt setzt sich fort: Mit rund 43,4 Millionen erreichte die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Neue Jobs entstanden vor allem in Dienstleistungsberufen.

Die Zahl der Menschen mit Arbeit ist im vergangenen Jahr in Deutschland auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren 43,4 Millionen Menschen erwerbstätig, das war der höchste Stand seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Demnach stieg die Zahl 2016 um 425.000 oder 1,0 Prozent an - die Zunahme fiel damit sogar noch höher aus als im Jahr 2015.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland steigt bereits seit zehn Jahren kontinuierlich an. Die gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung und die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte haben dabei laut Statistik negative demografische Effekte ausgeglichen.

Dienstleistungsbereich wächst

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet gab es im Jahr 2016 den stärksten Anstieg bei der Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland in den Dienstleistungsbereichen. Den größten absoluten Anteil daran hatten die Öffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit gefolgt von den Unternehmensdienstleistern sowie von Handel, Verkehr und Gastgewerbe.

Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) stagnierte die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2016 auf dem Niveau von 2015; in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei verringerte sie sich im Jahresdurchschnitt 2016 um 17.000 Personen.

Die Erwerbslosenquote nach international vergleichbarer Definition ging von 4,3 auf 4,0 Prozent zurück. Damit hat Deutschland nach der Tschechischen Republik die niedrigste Erwerbslosenquote aller EU-Staaten.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 in der Wirtschaft am 02. Januar 2017 um 11:30 Uhr.

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