Kohlekraftwerk in North Yorkshire | Bildquelle: picture alliance / Photoshot

Rekord bei CO2-Emissionen Der weltweite Energiehunger steigt

Stand: 22.03.2018 11:42 Uhr

Der Weltwirtschaft geht es gut. Damit steigt aber der globale Energieverbrauch und mit ihm der Schadstoffausstoß - laut der Internationalen Energieagentur kletterte dieser 2017 auf ein Rekordhoch.

Der weltweite Wirschaftsaufschwung sorgt für eine steigende Energienachfrage und Schadstoffemissionen in Rekordhöhe. Das geht aus Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor, die die Behörde vorlegte.

Demnach stieg der Ausstoß von Kohlendioxid im vergangenen Jahr weltweit um 1,4 Prozent auf 32,5 Milliarden Tonnen - das höchste Niveau aller Zeiten und der erste Anstieg nach drei Jahren Stillstand. Gleichzeitig wurde 2017 global mehr Energie nachgefragt - ein Plus von 2,1 Prozent. Der Anstieg war doppelt so hoch wie im Schnitt der vergangenen Jahre. Dabei gingen mehr als 70 Prozent der Zunahme auf das Konto fossiler Energien, also Öl, Erdgas und Kohle.

Doch auch die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energie ist gewachsen - um 6,3 Prozent dank der Ausbreitung von Wind-, Solar- und Wasserkraft.

"Maßnahmen gegen Klimawandel unzureichend"

Die CO2-Emissionen stiegen in den meisten großen Volkswirtschaften. Ausnahmen waren Mexiko, Japan, Großbritannien und insbesondere die USA, wo es aufgrund des verstärkten Beitrags erneuerbarer Energien den größten Rückgang gab.

IEA-Chef Fatih Birol kritisierte die Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels als deutlich unzureichend. "Beispielsweise hat sich die Verbesserung der weltweiten Energieeffizienz dramatisch verlangsamt, weil die Politik sich weniger darauf konzentriert hat", betonte er.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. März 2018 um 12:00 Uhr in den Nachrichten.

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