Neue EU-Regel

Das Aus für A+++

Stand: 22.03.2017 08:39 Uhr

Die EU will es Verbrauchern leichter machen, ein energiesparendes Gerät zu finden. Dafür sollen die bisherigen Kennzeichnungen von A+++ bis D abgeschafft und ersetzt werden. Doch wirklich neu ist die Neuerung nicht.

Welchen Unterschied gibt es beim Verbrauch zwischen A++ und A+++? Diese Frage stellt sich, sobald eine neue Waschmaschine, Trockner oder Spülmaschine angeschafft wird. Um für mehr Klarheit beim Käufer zu sorgen, hat die EU neue Energielabels beschlossen. Zukünftig sollen die Energieklassen von A bis G reichen und nicht wie bisher von A+++ bis D. Auf die Neuregelung einigten sich die Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten.

Bis die ersten neuen Labels im Laden zu finden sind, dauert es wohl noch gut zwei Jahre. A steht dann für die besten Geräte am Markt, G hingegen für stromschluckende Modelle. Schon früher galten diese Kategorien. Als jedoch moderne Geräte hinzu kamen, wurde die bessere Energieeffizienz mit zusätzlichen Pluszeichen ausgezeichnet. Die Folge: Geräte der Kategorie A wirkten zwar sparsam, allerdings gab es weit bessere. Künftig sollen die Kriterien nachjustiert werden, so dass A dauerhaft die beste Klasse bleibt. Zusätzlich sollen Geräte künftig in einer Produktdatenbank registriert werden.

Die neuen Energieklassen sollen für alle Haushaltsgeräte gelten.

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Neues Energielabel für Elektrogeräte

tagesschau 16:00 Uhr, 22.03.2017, Juri Sonnenholzner, SWR

Erste Produkte in zwei Jahren

EU-Energiekommissar Miguel Arias Cañete nannte den Beschluss "eine gute Nachricht für die europäischen Verbraucher". Umfragen zeigten, dass 85 Prozent der Europäer beim Kauf von Produkten auf die Energie-Labels achteten, hieß es von der EU-Kommission.

Die Entscheidung muss noch formal sowohl von den Mitgliedsländern als auch vom EU-Parlament gebilligt werden. 15 Monate später soll sie nach Auskunft einer Sprecherin in Kraft treten. Ein Jahr darauf sollen die Labels dann auf Produkten in Läden zu finden sein. Die EU-Kommission hatte die Rückkehr zur Skala von A bis G bereits im Juli 2015 vorgeschlagen. Das Label selbst gibt es seit 20 Jahren.