Die Erdgasförderbohrung "Söhlingen Z7" des Mineralölkonzerns ExxonMobil in Söhlingen (Niedersachsen).

Gasförderung durch Fracking Niemand will probebohren

Stand: 11.02.2017 12:02 Uhr

Ab heute gelten für das Fracking wesentlich strengere Regeln. Die unkonventionelle Variante wird komplett verboten - abgesehen von wenigen Bohrungen zu Forschungszwecken. Doch die lehnen die Bundesländer nahezu geschlossen ab.

Seit heute gelten in Deutschland neue Regelungen zur umstrittenen Öl- und Gasförderung durch das sogenannte Fracking. Das konventionelle Fracking - bundesweit seit den 1960er Jahren betrieben - wird unter strengere Auflagen gestellt. Das unkonventionelle Fracking ist nun verboten.

Beim Fracking wird Erdgas und Erdöl aus schwer zugänglichen Gesteinsschichten gewonnen. Dabei wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst, um das undurchlässige Gestein aufzuspalten. Die unkoventionelle Methode wird zur Förderung von Erdgas in Schiefer-, Ton- oder Mergel-, oder Kohleflözgestein oberhalb von 3.000 Metern Tiefe angewendet.

Was ist Fracking?
23.06.2016

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Kein Bundesland befürwortet Probebohrungen

Eine Ausnahme lässt das neue Verbot allerdings zu: Pro Jahr dürfen bundesweit maximal vier Probebohrungen durch unkonventionelles Fracking zu Forschungszwecken durchgeführt werden. Doch die will offenbar gar keiner. Wie die "Osnabrücker Zeitung" berichtet, habe eine Umfrage unter den 16 Landesregierungen ergeben, dass nahezu alle Bundesländer die Bohrungen ablehnen - entweder, weil sie der Technologie skeptisch gegenüberstehen oder weil es gar keine zu erschließende Öl- oder Gasvorkommen gebe.

Lediglich Mecklenburg-Vorpommern stellt sich nicht klar gegen das unkonventionelle Fracking. Auch hier sehe man die Fördermethode skeptisch, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Allerdings gebe es noch keine Position zu den Probebohrungen.

Durch neue Regeln auch in Trinkwasser-Gebieten verboten

Mit den neuen Regelungen hatte die Bundesregierung auch auf die Kritik von Umweltschützern reagiert. Sie fürchten durch das Fracking etwa eine Verschmutzung des Grundwassers. Darum ist das konventionelle Fracking nun auch in Gebieten untersagt, in denen Trinkwasser gewonnen wird.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. Februar 2017 um 09:00 Uhr.

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