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Die Autoindustrie will die Entwicklung von Elektrofahrzeugen vorantreiben. Daimler, Ford, General Motors, Opel, Honda, Hyundai, Kia, Renault, Nissan und Toyota hätten eine entsprechende Erklärung unterzeichnet, teilte Daimler mit. Kern der Fahrzeuge solle eine Brennstoffzelle zur Stromerzeugung sein. Da die nun zusammengeschlossenen Unternehmen über beachtliches Know-how in der Brennstoffzellentechnik verfügten, sei nun die Serienproduktion solcher Fahrzeuge ein gutes Stück näher gerückt, hieß es weiter. Ab dem Jahr 2015 sollen die Fahrzeuge in größerer Anzahl angeboten werden. Erforderlich dafür sei aber der Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellen-Netzes in Europa, Asien und Nordamerika.
[Bildunterschrift: Und woher kommt der Strom für die Elektroautos? ]
Außer der Gruppe um Daimler wollen auch die Autokonzerne PSA Peugeot Citroën aus Frankreich, Mitsubishi aus Japan und Volkswagen sich stärker auf Elektroautos konzentrieren. PSA Peugeot Citroën und Mitsubishi wollen diesen Monat ein gemeinsames Elektroauto vorstellen, das aus der Steckdose gespeist wird. Die Weltpremiere des iOn getauften Gefährts werde am 15. September auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main stattfinden. Das Auto mit 47 PS habe eine Reichweite von 130 Kilometern. An einer herkömmlichen Steckdose könne es in sechs Stunden aufgeladen werden, an Schnellladestationen in 30 Minuten. Der iOn mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern basiert auf dem Mitsubishi i-MiEV, der seit Juni in Japan verkauft wird.
Volkswagen kündigte an, als erster deutscher Autokonzern in vier Jahren ein Elektroauto aus Serienfertigung auf den Markt bringen. Der Wagen solle ab 2013 in einer Kleinserie gefertigt werden und eine Leistung zwischen 81 und 95 PS haben, sagte VW-Chefentwickler Ulrich Hackenberg dem Magazin "Stern". Da die Technik von Elektroautos anspruchsvoll sei, brauche VW noch einige Jahre, um in Serienfertigung zu gehen. Entwicklungsbedarf gebe es etwa noch bei der Sicherheit der Antriebstechnik und dem Fahrerschutz bei Unfällen.
Skeptisch zeigte sich Hackenberg hinsichtlich einer Batterie-Reichweite von 300 oder 500 Kilometern. "Das wird noch etwas dauern", sagte er. Jedoch seien solche Reichweiten für den Alltagsgebrauch auch nicht nötig. Dafür würden 100 oder 120 Kilometer genügen, längere Strecken legten Durchschnittsfahrer pro Tag nur selten zurück.
Nach Hackenbergs Einschätzung wird das Elektroauto nach der Markteinführung durch VW noch etwa 15 Jahre ein Nischendasein führen. Das deckt sich ungefähr mit einer Prognose der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Demnach wird das Elektroauto auch 2025 noch kein Verkaufsrenner sein, da im Vergleich zum Verbrennungsmotor die Herstellung teurer und die Reichweite geringer sein wird. Auch 2025 werde ein durchschnittliches Auto mit Stromantrieb in der Herstellung noch um zwei Drittel teurer sein als mit Verbrennungsmotor. Doch trotz des höheren Preises werde sich die Anschaffung eines Elektroauto 2025 nach kurzer Zeit lohnen. Binnen vier Jahren Nutzungsdauer entpuppt es sich der Prognose zufolge als günstigere Variante mit Einsparungen von insgesamt 3500 Euro.
Auch wenn die Einführung des Stromantriebs im Auto sich nur langsam durchsetzen werde, so führe langfristig am Elektroauto kein Weg vorbei, meinte Oliver-Wyman-Autoexperte Christian Kleinhans. Er fordert eine staatliche Prämie von 10.000 Euro für den Kauf eines E-Fahrzeugs. Über den Absatz solle die Entwicklung angeregt werden. Andere Länder hätten solche Prämien bereits: In Großbritannien werde der Kauf eines Elektroautos mit 2500 bis 6000 Euro unterstützt, in China mit 6500 und in Japan sogar mit 11.000 Euro.
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