Eier auf der Sortiermaschine einer Hühnerfarm in Merksplas, Belgien. | Bildquelle: dpa

Fipronil-Belastung Festnahmen im Eierskandal

Stand: 10.08.2017 19:40 Uhr

Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier haben die niederländischen Behörden zwei Verdächtige festgenommen. Ihnen wird eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit vorgeworfen. Mittlerweile sind zehn Länder von dem Eierskandal betroffen.

Die niederländischen Behörden haben im Zusammenhang mit dem Skandal um insektizidbelastete Eier zwei Personen festgenommen. Die Männer stünden im Verdacht, illegal Insektengift in Ställen von Legehennen eingesetzt zu haben, teilten die Behörden mit. Ihnen wird eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit vorgeworfen, außerdem der Besitz verbotener Substanzen.

Nach Angaben der niederländischen Staatsanwaltschaft handelt es sich bei den Festgenommenen um zwei Führungskräfte des Unternehmens Chickfriend, das im Zentrum des Falls steht und verbotenerweise das Insektizid zum Reinigen von Hühnerställen benutzt haben soll. Alle rund 180 niederländische Eierproduzenten, bei denen mit Fipronil belastete Eier gefunden wurden, waren den bisherigen Erkenntnissen zufolge Kunden der Firma. Die beiden Manager wurden laut Staatsanwaltschaft nach einer Durchsuchung ihrer Wohnungen in der Nähe von Utrecht festgenommen.

Was ist Fipronil?
10.08.2017, Nea Matzen/Anja Hensel, ARD-aktuell

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Durchsuchungen in zwei weiteren Unternehmen

Außerdem wurden Büros von zwei anderen Unternehmen durchsucht, die als Zulieferer in den Eier-Skandal verwickelt gewesen sein sollen. Dabei wurden auch Bankunterlagen und Computer beschlagnahmt.

In den Niederlanden gab es den Behördenangaben zufolge Durchsuchungen an insgesamt acht Orten. Auch in Belgien gab es eine Reihe von Durchsuchungen. Die Ermittlungen waren zwischen den Strafverfolgungsbehörden beider Länder abgestimmt.

Nach Angaben des niederländischen Bauernverbandes beträgt der durch den Eier-Skandal entstandene Schaden für die Geflügelhalter mindestens 150 Millionen Euro.

In beiden Ländern werden Dutzende Hühnerfarmen verdächtigt, mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier ausgeliefert zu haben. Millionen Eier sind deswegen aus den Supermärkten zurückgeholt und vernichtet worden, unter anderem in Deutschland.

Zwei Verdächtige im Fipronil-Skandal festgenommen
tagesschau 20:00 Uhr, 10.08.2017, Markus Preiß, ARD Brüssel

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Neue Funde in Großbritannien, Österreich und Rumänien

Unterdessen weitet sich der Skandal bis nach Großbritannien aus. Es seien 700.000 betroffene Eier importiert worden - also etwa 33 Mal so viel wie bislang vermutet. Das teilte die Behörde für Lebensmittelsicherheit (FSA) in London mit. In ersten Schätzungen waren die Experten noch von 21.000 Eiern ausgegangen. Eine Gefahr für die Gesundheit hält die Behörde für "sehr unwahrscheinlich". Etwa 85 Prozent der im Vereinigten Königreich verzehrten Eier stammen aus dem eigenen Land.

Auch in Österreich tauchten mittlerweile mit Fipronil verseuchte Eier auf. Zwei Großhändler haben nach Angaben der Lebensmittelaufsicht Oberösterreich Hunderte Kilo gekochter und geschälter Eier aus den Niederlanden an Gastronomen im ganzen Land verkauft. Eine Rückrufaktion laufe, sagte der zuständige Landesrat Rudi Anschober.

In Rumänien wurde derweil eine Tonne mit Fipronil verseuchtes Flüssigeigelb aus Deutschland entdeckt. Wie die nationale Veterinärbehörde ANSVSA in Bukarest mitteilte, sei das Eigelb nicht in den Verkauf gelangt.

Insgesamt zehn Länder betroffen

Insgesamt zehn Länder sind nun von dem Eierskandal betroffen. Neben Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Österreich und Rumänien sind es Frankreich, Schweden, Luxemburg und die Schweiz.

Fipronil wird gegen Zecken, Flöhe und Läuse eingesetzt. Da es für Menschen gesundheitsgefährdend ist, darf es nicht in Betrieben eingesetzt werden, deren Erzeugnisse in die menschliche Nahrungskette gelangen. Berichte, dass wegen der Eier jemand erkrankt ist, liegen bislang nicht vor.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 10. August 2017 um 15:30 Uhr.

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