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30.05.2012

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Wirtschaft
Solarboom: Strom wird wegen Ökoenergie-Umlage teurer
Umlage für Ökostrom steigt von zwei auf 3,5 Cent

Mehr Solarenergie - höhere Stromrechnungen

Sonnenenergie (Foto: picture-alliance / Lou Avers) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der diesjährige Boom beim Solarstrom wurde vor allem durch eine Kürzung der Förderung ausgelöst. ]
Nun ist es auch offiziell: Die Umlage zur Förderung des Ökostroms, die alle Stromkunden zahlen müssen, wird im kommenden Jahr von zurzeit 2,047 Cent auf 3,530 Cent pro Kilowattstunde steigen. Das teilten die vier Betreiber der deutschen Stromleitungsnetze mit. Der Grund dafür ist die stark angestiegene Erzeugung von Strom aus Sonne, Wind und Biomasse. Vor allem bei der Solarenergie gab es in diesem Jahr einen regelrechten Boom, weil vor einer von der Regierung beschlossenen Kürzung der Förderung noch zahlreiche neue Anlage installiert wurden.

Ein vierköpfiger Durchschnittshaushalt, der etwa 4000 Kilowattstunden Strom im Jahr bezieht, muss mit Mehrkosten in Höhe von rund 70 Euro pro Jahr rechnen. Die Umlage war bereits im vergangenen Jahr verdoppelt worden. Insgesamt müssen die Stromkunden im kommenden Jahr rund 13 Milliarden Euro für die Umlage bezahlen - in diesem Jahr werden es etwa acht Milliarden Euro sein.

Einspeisevergütung für Solarstrom:

Wer Solarstrom in das Netz einspeist, bekommt dafür eine Vergütung. Diese ist staatlich festgelegt und beträgt seit Anfang 2010 bis zu 39,14 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Höchstsatz gilt für Dachanlagen bis 30 kW. Für Freiflächenanlagen liegt der Satz zurzeit bei rund 28 Cent.
Nach einem Kompromiss zwischen Bund und Ländern wurden diese Sätze zum 01. Juli um 13 Prozent gekürzt, zum 01. Oktober um weitere drei Prozent.
Diese Sätze sind für 20 Jahre ab dem Jahr der Inbetriebnahme festgeschrieben. Von Kürzungen sind also bereits bestehende Anlagen nicht betroffen, sondern nur Anlagen, die nach Inkrafttreten der Änderungen in Betrieb genommen werden.
 
Stand: 15.10.2010 11:25 Uhr
 

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