Wachsender Markt der elektronischen Bücher Buchhandel attackiert Amazon mit eigenem E-Reader

Stand: 01.03.2013 17:37 Uhr

Der deutsche Buchhandel hat einen eigenen E-Reader ("tolino") entwickelt, mit dem er auf den wachsenden Markt der Digitalisierung reagiert.

Thalia, Weltbild, Hugendubel und Club Bertelsmann schlossen sich dafür zusammen und nahmen auch die Deutsche Telekom mit ins Boot. Clou des gemeinsamen Projekts soll eine zusätzliche Internetplattform sein, auf der die bei unterschiedlichen Händlern gekauften Bücher abgelegt werden können. Dies ermöglicht, die Bücher auch auf anderen Geräten, etwa dem heimischen PC, abzurufen und zu lesen.

Bisher habe es an einem offenen System gemangelt, mit dem Kunden nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden seien, sagten Vertreter der Verlage und bezogen sich damit auf Branchenprimus Amazon. Bislang führt der Anbieter den Markt der E-Books mit dem Kindle-Gerät an. Nutzer können aber nur Bücher lesen, die über die Amazon-Seite gekauft wurden.

Präsentation des E-Readers "Tolino" (Bildquelle: dpa)
galerie

Präsentation des E-Readers "tolino": Die Buchhändler wollen damit Amazon attackieren.

"Zukunft der Buchbranche nicht bei US-Konzernen"

"Die Zukunft der deutschen Buchbranche soll auch weiterhin bei uns liegen und nicht in den Händen börsennotierter amerikanischer Konzerne", sagte Weltbild-Geschäftsführer Carel Halff.

Die Buchhändler erwarten ein rasantes Wachstum des digitalen Buchhandels. Bis 2015 werde voraussichtlich ein Viertel der Bücher digital gelesen.

Darstellung: