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Weiterer Zwischenfall mit Boeing 787

Japan holt alle "Dreamliner" vom Himmel

Schon wieder eine Panne beim "Dreamliner": Der Pilot einer Boeing 787 der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) hat sich während eines Inlandsfluges zu einer Sicherheitslandung entschieden, nachdem ein Instrument im Cockpit Batterieprobleme anzeigte und Rauch an Bord festgestellt wurde.

Er konnte das Flugzeug sicher im westjapanischen Takamatsu landen. Wie ein ANA-Sprecher mitteilte, mussten alle 137 Passagiere und Crewmitglieder die Maschine auf Notrutschen verlassen. Dabei seien fünf Personen leicht verletzt worden, ein Passagier wurde wegen Rückenbeschwerden laut örtlichen Medien ins Krankenhaus gebracht.

Nächste "Dreamliner"-Panne in Japan
tagesschau 6:00 Uhr, 16.01.2013

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Flugverbot für alle "Dreamliner"

Das Verkehrsministerium wertete die Sicherheitslandung als "schwerwiegenden Vorfall", der zu einem Unglück hätte führen können.

ANA habe 17 "Dreamliner" und Japan Airlines habe sieben Flugzeuge des Typs vorübergehend aus dem Betrieb genommen, um weitere Untersuchungen vorzunehmen. Die Entscheidung seien von den Fluggesellschaften freiwillig getroffen worden, hieß es weiter.

Treibstofflecks, gesprungene Scheibe und ein Brand

Wegen der Pannenserie des "Dreamliner" kommt Boeing nicht aus Negativschlagzeilen heraus. Schon 2012 waren mehrmals technische Probleme gemeldet worden. Vorige Woche ordnete die US-Luftfahrtbehörde FAA nach mehreren Zwischenfällen binnen kürzester Zeit eine Untersuchung an, erklärte den Dreamliner aber grundsätzlich für flugtauglich.

Zuvor hatten Treibstofflecks, eine gesprungene Cockpit-Scheibe und einen Batteriebrand für Aufsehen gesorgt. In allen Fällen war ANA betroffen.

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Der erste "Dreamliner" ist ausgeliefert

Das erste Boeing-Modell 787 wurde am 26.09.2011 ausgeliefert.

Boeing-Mitarbeiter marschieren mit einer Boeing 787

Mit einer Zeremonie in Everett im US-Bundesstaat Washington wurde die erste Maschine feierlich an die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) übergeben. (Foto: AFP)

Boeing spricht von "Kinderkrankheiten"

Der erst 2011 in Dienst gestellte zweimotorige "Dreamliner" ist das neueste und technisch anspruchsvollste Modell des amerikanischen Airbus-Konkurrenten. Die Maschine ist zu großen Teilen aus leichten Karbonfasern gebaut und gilt daher als sparsam im Spritverbrauch.

Die Probleme bei der 787 sind nach Darstellung von Boeing nicht schlimmer als die Kinderkrankheiten der 777 Mitte der 1990er-Jahre. Und dieser Typ sei inzwischen ein Verkaufsschlager, so der Konzern. Von den mittelgroßen "Dreamlinern" hat Boeing seit Ende 2011 bereits 50 Stück ausgeliefert, fast 800 weitere sind bestellt. Um den Nachfragestau abzubauen, will das Unternehmen die Fertigung bis Ende des Jahres von derzeit fünf auf zehn Maschinen im Monat ausbauen.

Stand: 16.01.2013 07:30 Uhr

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