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Probleme bei Boeing 787

US-Behörde ordnet "Dreamliner"-Überprüfung an

Nach der jüngsten Pannenserie bei Flugzeugen vom Typ Boeing 787 hat die US-Luftfahrtbehörde FAA eine umfassende Überprüfung aller kritischen Systeme des sogenannten Dreamliners angeordnet. Alle Details von Design und Montage sollen demnach untersucht werden. Der Schwerpunkt werde auf der Elektronik liegen, kündigte der neue Chef der Federal Aviation Administration, Michael Huerta, an. "Das Flugzeug ist nach unserer Einschätzung sicher", sagte er im Beisein von US-Verkehrsminister Ray LaHood. Boeing erklärte, man begrüße, dass es zu der Überprüfung komme. Der Airbus-Rivale fügte hinzu, er sei vom Design wie auch Herstellung seines Prestigeobjektes weiter überzeugt.

Nach einer Woche fast täglicher Zwischenfälle mit den prestigeträchtigen Maschinen des Airbus-Rivalen meldete die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways zwei neue Probleme bei zwei 787-Maschinen: einen Riss im Cockpit-Fenster sowie ein Ölleck im Triebwerk. All Nippon Airways teilte mit, der Riss sei während eines Inlandsfluges aufgetreten. Die Maschine aus Tokio landete demnach sicher auf ihrem Zielflughafen im Westen des Landes, der Rückflug wurde annulliert.

Eine Woche voller Pannen

Ein Boeing "Dreamliner" bei einer technischen Untersuchung.
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Nach mehreren Pannen im Visier der FAA: Ein Boeing "Dreamliner" bei einer technischen Untersuchung. (Archivbild)

Nach der Landung einer anderen 787 im Süden Japans sei zudem Öl aus einem Triebwerk ausgelaufen. Das Flugzeug sei anschließend mit einiger Verspätung nach Tokio zurückgeflogen. Bei keinem der Zwischenfälle gab es Verletzte. Ein Boeing-Sprecher sagte zu dem Riss, so etwas komme auch in anderen Flugzeugen immer mal wieder vor. Dies sei kein Zeichen für grundlegende Schwierigkeiten.

Zudem hatte es bei dem völlig neu konstruierten Langstreckenflugzeug bereits Probleme mit den Bremsen und der Treibstoffanlage gegeben; außerdem war an Bord einer 787 nach der Landung ein Brand ausgebrochen.

Der "Dreamliner" hatte im August 2011 die Fertigungszulassung der FAA erhalten und war kurz danach in den Liniendienst gegangen. Er tritt gegen die A330/A340-Familie des Konkurrenten Airbus an, die demnächst durch den A350 XWB ersetzt werden soll.

Bestellungen über rund 850 Maschinen

Die jüngsten Störungen reihen sich an frühere Vorfälle an. Im Dezember mussten beispielsweise alle Boeing-Flugzeuge vom Typ 787 zwischenzeitlich am Boden bleiben. Die FAA hatte eine Überprüfung aller Maschinen angeordnet, nachdem bei zwei der Flugzeuge Treibstoff ausgelaufen war.

Bis Ende vergangenen Jahres hatte Boeing 49 Exemplare des Fliegers ausgeliefert, rund 800 weitere Maschinen sind bestellt. Die Auslieferung der ersten Maschinen des Prestigeobjekts hatte sich wegen diverser Probleme um dreieinhalb Jahre auf Herbst 2011 verzögert. Seit einigen Monaten erhöhen die Amerikaner die Produktion, um Kunden schneller zu beliefern und die Aufträge im Wert von weit mehr als 170 Milliarden Dollar abzubauen.

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Der erste "Dreamliner" ist ausgeliefert

Das erste Boeing-Modell 787 wurde ausgeliefert. (26.09.2011)

Boeing-Mitarbeiter marschieren mit einer Boeing 787

Mit einer Zeremonie in Everett im US-Bundesstaat Washington wurde die erste Maschine feierlich an die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) übergeben. (Foto: AFP)

Stand: 11.01.2013 16:25 Uhr

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