Dossier
Hochgeschwindigkeitszüge im Vergleich
Nur in Deutschland läuft es nicht rund
In vielen Ländern fahren Hochgeschwindigkeitszüge. Doch im Gegensatz zu Deutschland fahren die Züge in Frankreich, Japan und Spanien ohne nennenswerte Probleme. tagesschau.de hat bei deutschen Experten nachgefragt, warum hierzulande der ICE zum Sorgenkind wird.
Hochgeschwindigkeitszüge in Japan
Japans Hochgeschwindigkeitszüge "Shinkansen" verbinden seit 1964 Metropolen des Landes und bislang gab es nur einen ernsthaften Unfall. Doch damit nicht genug: Zwischen Tokio und Osaka liegt die durchschnittliche Verspätung bei 0,3 Minuten. Peter Kujath berichtet. [mehr]
Alter Hase mit guter Sicherheitstechnik
Ein Frühwarnsystem für technische Probleme und eine stabile Bauweise - der französische TGV gilt als sehr sicherer Zug. Und er ist schnell. Der schon mehrfache Hochgeschwindigkeitsweltmeister auf Schienen soll bald auch im Alltagsgeschäft noch schneller werden. Anne Christine Heckmann berichtet. [mehr]
Schnell, pannenfrei und superpünktlich
Spaniens Hochgeschwindigkeitszüge haben so gut wie keine technischen Probleme. Sie sind komfortabel und schnell. Und: Die Kunden bekommen schon bei geringer Verspätung ihr ganzes Geld zurück. Die Bahngesellschaft muss aber nur sehr selten zahlen. Marc Koch berichtet. [mehr]
Achsprobleme bei ICE-Zügen
Die Sonderüberprüfung der ICE-T werde im Februar abgeschlossen, verspricht die Bahn. Ungeklärt ist jedoch die Schuldfrage bei den Achsproblemen. Liegt es am Material oder den Fahrbahnen? Oder sind die gültigen Normen überholt, wie Bahn-Experte Löffler gegenüber tagesschau.de vermutet? [mehr]
Interview zu Zugüberprüfungen bei der Bahn
Bahnpassagiere müssen sich weiter in Geduld üben. Die Überprüfung von ICE-T-Zügen zieht sich hin. Der Grünen-Bahnexperte Hermann sagt im Interview mit tagesschau.de: Offenbar sei bei der Konstruktion der Achsen Material gewählt worden, das zu schwach sei. Sie müssten voraussichtlich ausgetauscht werden. [mehr]
Eisenbahn-Bundesamt warnt vor erheblichen Gefahren
Der ICE-Unfall in Köln ist zwar glimpflich verlaufen, bei höherer Geschwindigkeit hätte es aber zu einer Katastophe wie in Eschede kommen können. Davon ist das Eisenbahn-Bundesamt überzeugt. Es warnte vor erheblichen Gefahren, falls die ICE-3-Züge weiter unverändert betrieben werden. [17.07.2008]