Dossier
Ausnahmeregelung nach EU-Osterweiterung läuft aus
Auch Deutschland öffnet seinen Arbeitsmarkt
Jeder EU-Bürger hat grundsätzlich das Recht, in allen Ländern der Union zu arbeiten. Doch bei der Osterweiterung wurden Ausnahmen erlaubt - und Deutschland und Österreich schotteten ihre Arbeitsmärkte für sieben Jahre ab. Welche Folgen hat die Öffnung - und welche das lange Zögern? tagesschau.de beantwortet diese und andere Fragen in einem Dossier.
Attraktiv für Osteuropäer
Deutschland öffnet seinen Arbeitsmarkt für alle EU-Bürger aus Osteuropa. Einige fürchten eine Abwärtsspirale bei den Löhnen. Andere hoffen auf Abhilfe gegen den Fachkräftemangel. Klar ist: Der deutsche Arbeitsmarkt lockt mit höheren Löhnen als in Osteuropa. [mehr]
Hintergrund zur Arbeitnehmerfreizügigkeit
Die Freizügigkeit der Arbeitnehmer zählt zu den Grundfreiheiten in der EU. Jeder Bürger darf in jedem EU-Land arbeiten. Die Angst vor Billiglöhnen führte aber dazu, dass die Osteuropäer der Beitrittsrunde 2004 auf diese Freiheit zunächst verzichten mussten. Nun endet die Übergangsfrist. [mehr]
Interview zur Arbeitnehmer-Freizügigkeit
Zum 1. Mai hat Deutschland die Grenzen für Arbeitssuchende aus acht weiteren EU-Staaten geöffnet. Die Gewerkschaften befürchten Lohndumping. "Die Vorteile überwiegen", meint dagegen Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im Gespräch mit tagesschau.de. [mehr]
Kaum Arbeitnehmer aus Tschechien erwartet
Trotz der neuen Freizügigkeit: Aus Tschechien sind kaum Arbeitssuchende in Deutschland zu erwarten. Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt - und wer ins Ausland will, hat den Schritt längst getan. So kommen die meisten Tschechen dank starker Krone vor allem zur Einkaufstour, weiß Stefan Heinlein. [mehr]
Kein Run erwartet
Ab dem 1. Mai dürfen Bürger aus acht osteuropäischen EU-Ländern ohne Einschränkung in Deutschland arbeiten. Mit einem Ansturm auf Deutschland rechnen in Polen längst nicht alle: Viele sind längst in England oder Irland. Andere aber reizen höhere Löhne. Aus Polen berichtet Ludger Kazmierczak. [mehr]
"Wer ins Ausland wollte, ist längst weg"
In der Slowakei stößt die Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts nur auf wenig Interesse - obwohl der Durchschnittslohn bei gerade mal 770 Euro liegt. Viele junge Menschen mit guten Qualifikationen gingen schon vor Jahren in andere EU-Staaten. Stefan Heinlein berichtet. [mehr]