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Das Tempo des konjunkturellen Aufschwungs in Deutschland nimmt nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Herbst ab. Zwar blieben die Zuwachsraten deutlich über längerfristigen Durchschnittswerten, die Erholung werde aber etwas an Kraft verlieren, teilte das DIW mit.
[Bildunterschrift: Sitz des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berliner in der Mohrenstraße ]
Nach dem außergewöhnlich starken Wachstum von 2,2 Prozent im zweiten Quartal rechnen die Forscher mit einem Zuwachs um 0,9 Prozent im dritten Vierteljahr. "Die Konjunktur bleibt eindeutig aufwärts gerichtet", sagte DIW-Konjunkturexperte Ferdinand Fichtner. "Es besteht jedoch kein Anlass, die aktuellen Wachstumserfolge durch Steuersenkungen zu verfrühstücken."
Die Sondereffekte - gemeint sind staatliche Konjunkturprogramme -, die die Konjunktur zuletzt auf Rekordstände getrieben hätten, ließen im Herbst allmählich nach, sagte Fichtner weiter. Durch die konjunkturelle Abschwächung in vielen Ländern werde der Export etwas weniger dynamisch verlaufen. Auch die winterbedingten Nachholeffekte in der Bauwirtschaft seien inzwischen weitgehend abgearbeitet. Dagegen dürfte der Konsum der privaten Haushalte wie schon zuletzt das Wachstum stützen.
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