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[Bildunterschrift: Joachim Hunold, geschäftsführender Gesellschafter Air Berlin ]
Der Vorstandschef von Air Berlin, Joachim Hunold, ist der "Dinosaurier 2007". Der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Olaf Tschimpke, sagte zur Begründung: "Herr Hunold hat die Trophäe für seine Ignoranz gegenüber notwendigen Klimaschutzmaßnahmen mehr als verdient." Hunold spiele das Thema in der Öffentlichkeit herunter. "Er ist ein Umweltsünder wider besseren Wissens und ohne schlechtes Gewissen", rügte Tschimpke. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft streiche satte Gewinne ein, ohne für die Verschmutzung der Umwelt durch ihre Maschinen jegliche Verantwortung übernehmen zu wollen, kritisierte der NABU-Präsident. Es sei an sich schon ein Skandal, dass das Flugzeug als klimaschädlichstes Verkehrsmittel von Abgaben auf Flugbenzin völlig befreit sei. Hunold aber genieße es auch noch, sich öffentlich als "Branchenschreck" zu geben und gegen alle zu polemisieren, die eine Besteuerung von Flugkerosin fordern.
In diesem Jahr war Hunold bereits mit Preisen überschüttet worden: Im Februar erhielt der zweifache Tourismusmanager des Jahres zunächst den Aachener "Orden wider den tierischen Ernst". Im März folgte der Hauptstadtpreis "Goldener Julius" und im November der Nürnberger Karnevalsorden "Wider den Neidhammel" für seine "Geradlinigkeit". Hunold führte Air Berlin von einem kleinen Unternehmen mit 150 Mitarbeitern zur zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft. Bei der ursprünglich amerikanischen Air Berlin stieg der frühere LTU-Manager 1991 ein und steht seitdem an der Spitze. Inzwischen gehören auch LTU und dba zu der Gruppe. Seine Handschrift zeigt sich aber nicht nur geschäftlich: Im Bordmagazin kommentiert der Unternehmer politische Themen.
Der NABU vergibt den "Dinosaurier"-Preis, eine 2,6 Kilogramm schwere Zinn-Nachbildung einer Riesenechse, seit 1993. Im vergangenen Jahr bekam der damalige Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns RWE, Harry Roels, den Preis zuerkannt. Frühere Preisträger waren Bauernpräsident Gerd Sonnleitner, Baden-Württembergs früherer Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) und der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun.
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