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Konjunkturprognose

DIHK-Konjunkturprognose für 2013

Ein gutes Jahr - mit einigen Fragezeichen

Deutsche Unternehmen sehen nach einer Umfrage des DIHK wieder positiver in die Zukunft: "2013 hat das Zeug, konjunkturell ein gutes Jahr zu werden", sagt DIHK-Chef Wansleben. Grund für den Optimismus: Die Firmen erwarten gute Absätze, vor allem im Ausland. Doch die Hoffnung ist nicht ungetrübt.

Von Arne Meyer, NDR, ARD-Hauptstadtstudio

2013 ist rund sechs Wochen alt und in Anlehnung an ein Hundeleben gerademal ein Welpe. Trotzdem ist der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, fest davon überzeugt: Da geht noch mehr. "2013 hat das Zeug konjunkturell ein gutes Jahr zu werden", so seine Einschätzung. 

Was unter anderem an dieser Zahl deutlich wird: 0,7 Prozent Wirtschaftswachstum erwartet der DIHK 2013. Absolut gesehen mag das eher schmal erscheinen. Angesichts der Tatsache, dass sich viele Länder in der Euro-Zone weiter in der Rezession befinden, ist das sehr ordentlich. Die Bundesregierung ist übrigens deutlich zurückhaltender. Sie hat ihre Prognose kürzlich halbiert - auf 0,4 Prozent. Also: Woher kommt der Optimismus bei den 28.000 Unternehmen, die der DIHK für seine Prognose befragt hat?

Export-Industrie zeigt sich laut DIHK-Umfrage zuversichtlich
tagesschau 15:00 Uhr, 12.02.2013, Anke Hahn, ARD Berlin

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"Die Exporterwartungen der Unternehmen hellen sich auf. Die Investitions- und Beschäftigungsabsichten stabilisieren sich. Die Schuldenkrise prägt die Geschäftserwartungen nicht mehr ganz so stark" , meint Wansleben. Auch wenn die Verunsicherung den Unternehmen noch in den Gliedern stecke.

Was diese allerdings nicht daran hindert, auch 2013 neue Jobs zu schaffen, so Alexander Schumann, DIHK-Chefvolkswirt. Er rechnet mit 150.000 zusätzlichen Stellen. "Das Interessante ist, dass die Erwerbstätigkeit mit der Entwicklung das achte Jahr in Folge steigen wird. Das gab es seit der Wiedervereinigung noch nie, und auch davor gab es das zuletzt in den Zeiten des Wirtschaftswunders", betont Schumann.

Alles prima, alles spitze? Mitnichten!

Was auch schon deutlich über 50 Jahre her ist. Alles prima, alles spitze also bei den deutschen Unternehmen?  Mitnichten. Denn wer sich die Konjunkturumfrage genauer ansieht, der entdeckt zum Beispiel, dass die Unternehmen die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen Anfang dieses Jahres genau so einschätzen wie im Herbst 2012. Bei den Exporterwartungen sieht es ähnlich aus. Investitions- und Beschäftigungspläne sind ebenfalls unverändert geblieben. Also: Es gibt eine gewisse Stagnation. "Darüber hinaus befürchten mehr als die Hälfte der Unternehmen zusätzliche Belastungen durch steigende Energie- und Rohstoffpreise", sagt Schumann.

DIHK: 2013 hat das Zeug, ein gutes Jahr zu werden
A. Meyer, ARD Berlin
12.02.2013 12:39 Uhr

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EEG -Umlage abschaffen

Womit wir beim Dauerbrenner Energiewende wären. Auch hier eine deutliche Ansage des DIHK. Das "Erneuerbare-Energien-Gesetz" gehört nach Ansicht des Handelskammertages am besten abgeschafft und dann komplett reformiert. Die Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen, die sich die EEG-Umlage sparen können, müssen davon natürlich unberührt bleiben. Das machte Hauptgeschäftsführer Wansleben klar. Ein weiteres Thema, das die Unternehmen mit Sorgen betrachten: Der Fachkräftemangel in Deutschland. Alexander Schumann betont: "Der erweist sich zunehmend als Wachstumsbremse. Insgesamt sehen weiterhin 32 Prozent der Unternehmen eine konkrete Gefahr für ihr Geschäft."

Die Baubranche scheint davon genau so wenig betroffen zu sein wie die Freizeitwirtschaft und Versicherungen. Bei denen läuft es gut, so Schumann weiter. Auch die Chemiebranche ist wieder optimistisch. "Weiterhin schwierig hingegen sind die Geschäfte, die Metallerzeuger, die Schifffahrt sowie Kfz-Händler und auch Verlage." So kämpft die Schifffahrt zum Beispiel mit Überkapazitäten. Der Kuchen ist nämlich momentan zu klein für zu viele Container-Riesen.

Stand: 12.02.2013 16:01 Uhr

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