Rechtsstreit zwischen Deutscher Bank und Kirch-Erben Ermittlungen gegen Top-Banker Fitschen

Stand: 05.11.2013 08:20 Uhr

Im langjährigen Rechtsstreit der Deutschen Bank mit den Kirch-Erben ist nun auch Co-Chef Jürgen Fitschen ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Fitschen werde des versuchten Prozessbetrugs verdächtigt und deshalb als Beschuldigter geführt, bestätigte ein Sprecher der Münchner Strafverfolger einen entsprechenden Bericht von "Spiegel Online".

Jürgen Fitschen (Bildquelle: dpa)
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Beschuldigt: Top-Banker Jürgen Fitschen.

Der Top-Banker, dessen Vertrag gerade erst um zwei Jahre bis 2017 verlängert worden ist, steht wie Vorgänger Josef Ackermann im Verdacht, im Schadensersatzprozess der Kirch-Erben gegen die Bank nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Der 65-Jährige hat bereits ein anderes Ermittlungsverfahren am Hals - gegen ihn wird in Frankfurt wegen Umsatzsteuerhinterziehung ermittelt.

Der 2011 gestorbene Medienunternehmer Leo Kirch hatte der Deutschen Bank vorgeworfen, die Pleite seines Medienkonzerns 2002 mitverschuldet zu haben. Das Oberlandesgericht München hatte die Bank Ende 2012 zu Schadenersatz verurteilt. Die mögliche Höhe muss noch ermittelt werden. Die Deutsche Bank hält die Ansprüche der Kirch-Erben für haltlos und geht gegen das OLG-Urteil beim Bundesgerichtshof vor.

Ermittlungen gegen Deutsche Bank-Chef Fitschen
M. Braun, DLF
05.11.2013 19:53 Uhr

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Viel Ärger für die Deutsche Bank

Weltweit muss sich die Deutsche Bank einer Flut von Prozessen und Klagen stellen. Neben dem Kirch-Verfahren geht es unter anderem um mutmaßliche Zinsmanipulationen, Bilanztricksereien und fragwürdige Hypothekengeschäfte in den USA. Unter anderem zog Fannie Mae gegen die Bank vor Gericht.

Insgesamt hat das größte deutsche Geldhaus mittlerweile mehr als vier Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten zurückgelegt.

Ellen Frauenknecht, ARD Börse, über die Prozess-Flut bei der Deutschen Bank
tagesschau24, 10:30 Uhr, 05.11.2013

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