Deutsche Bank in Frankfurt am Main | Bildquelle: picture alliance / dpa

Forderung an Ex-Manager Deutsche Bank will Boni zurück

Stand: 17.11.2016 05:26 Uhr

Die kriselnde Deutsche Bank will von ehemaligen Topmanagern offenbar Bonuszahlungen zurückfordern. Laut einem Medienbericht sollen insgesamt sechs Personen auf Millionen verzichten - unter anderem die Ex-Vorstände Jain und Ackermann.

Die Deutsche Bank will als Folge von Missmanagement offenbar ehemaligen Topmanagern bereits zugesprochene Bonuszahlungen streichen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Betroffen seien die früheren Vorstandschefs Anshu Jain und Josef Ackermann, aber auch die früheren Vorstände Hermann-Josef Lamberti, Michael Cohrs, Hugo Bänziger und Jürgen Fitschen. Die höchste Summe will die Bank offenbar von Jain haben. Laut Finanzkreisen soll es bei ihm um einen zweistelligen Millionenbetrag gehen. Seinem ehemaligen Arbeitgeber geht es dabei offenbar sowohl um bereits zugesprochene Zahlungen als auch um noch fällige Summen. Jain leitete früher das Investmentbanking und war von 2012 bis 2015 Ko-Chef der Bank.

In den USA drohen hohe Strafen

Rückforderungen von Bonuszahlungen hat es in der Vergangenheit auch schon bei anderen Banken gegeben. Laut "SZ" musste kürzlich der Chef der Großbank Wells Fargo, John Stumpf, auf 40 Millionen US-Dollar an zugeteilten, noch nicht bezahlten Boni verzichten. Auch bei der Schweizer Großbank UBS habe es einen ähnlichen Fall gegeben, berichtet die Zeitung.

Die Deutsche Bank steckt wegen diverser Rechtsstreitigkeiten nach US-Geschäften mit faulen Hypotheken in der Krise. Amerikanische Behörden fordern rund 13 Milliarden Euro Strafzahlungen von der Bank. Derzeit laufen Vergleichsverhandlungen. Vorstandschef John Cryan hat sich persönlich eingeschaltet, um die Summe herunterzuhandeln.

Deutsche Bank will Boni von Ex-Vorständen zurück
tagesschau 20:00 Uhr, 17.11.2016, Sandra Scheuring, HR

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Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 17. November 2016 um 05:30 Uhr.

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