Die Hochhäuser der Deutschen Bank in Frankfurt | Bildquelle: AP

Drittes Jahr in Folge Deutsche Bank erneut mit Verlusten

Stand: 02.02.2018 08:45 Uhr

Das dritte Jahr in Folge schreibt die Deutsche Bank rote Zahlen. Mit rund einer halben Milliarde Euro fällt der Verlust 2017 allerdings nicht so hoch aus wie in den Vorjahren.

Die Deutsche Bank hat das dritte Jahr in Folge einen Verlust eingefahren. Dieser summierte sich 2017 auf 512 Millionen Euro. Grund dafür seien Belastungen durch die US-Steuerreform, erklärte das Finanzinstitut. Ohne die Steuerbelastung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro, die im vierten Quartal verbucht wurde, hätte das Institut einen Gewinn von rund 900 Millionen Euro erzielt.

2016 hatte unter anderem eine Milliardenstrafe in den USA für einen Jahresverlust von 1,4 Milliarden Euro gesorgt, 2015 musste Vorstandschef John Cryan ein Minus von 6,7 Milliarden Euro melden - den höchsten Verlust in der bald 150-jährigen Geschichte der Bank.

Deutsche Bank vermeldet den dritten Jahresverlust in Folge
tagesschau 12:00 Uhr, 02.02.2018, Katja Sodomann, HR

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Unter der größten Steuerreform in den USA seit drei Jahrzehnten leiden alle dort aktiven Banken gleichermaßen - auch die heimischen Häuser - weil einmalig hohe Abschreibungen fällig werden.

Vorsichtiger Optimismus trotz schlechter Zahlen

Cryan, der die Leitung des Instituts vor drei Jahren übernahm und die Bank seitdem saniert, gab sich nun verhalten optimistisch, auch weil vor Steuern ein Gewinn von 1,3 Milliarden Euro zu Buche stand: "2017 haben wir den ersten Vorsteuergewinn seit drei Jahren verzeichnet - und das trotz eines schwierigen Marktumfeldes, niedriger Zinsen sowie weiterer Investitionen in Technologie und Kontrollsysteme", sagte der Brite. "Wir haben also Fortschritte gemacht, sind aber mit unseren Ergebnissen noch nicht zufrieden." Das Ergebnis fiel nach Unternehmensangaben vor allem deshalb besser aus, weil der Bank deutlich geringere Wertberichtigungen und Kosten für Rechtsfälle entstanden seien.

Dabei schrumpften die Geschäfte des Geldinstituts im vergangenen Jahr stärker als erwartet. Die Erträge - die gesamten Einnahmen der Bank - rutschten auf 26,4 Milliarden Euro ab nach 30,0 Milliarden beziehungsweise 33,5 Milliarden Euro in den beiden Vorjahren. Die Deutsche Bank begründete den Einbruch um 12 Prozent zum einen mit Verkäufen von Tochtergesellschaften und Beteiligungen wie an der chinesischen Hua Xia Bank oder der britischen Lebensversicherung Abbey Life. Zum anderen machten sich die niedrigen Zinsen und insbesondere die Flaute am Kapitalmarkt negativ bemerkbar.

Deutsche Bank verteidigt höhere Boni

Trotz der schlechten Zahlen verteidigte die Deutsche Bank die höheren Boni, die sie im vergangenen Jahr gezahlt hatte. Es habe im Investmentbanking auch Bereiche gegeben, die sich sehr gut entwickelt hätten, wie etwa das Kreditgeschäft, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Marcus Schenck. Die Mitarbeiter in diesen Sparten hätten wenig Verständnis dafür gehabt, wenn die Bank keine Boni bezahlt hätte, nur weil es kurz vor Jahresschluss in den USA eine Steuerreform gegeben habe.

Im internationalen Vergleich zahle die Deutsche Bank ihren Mitarbeiter geringe Gehälter, betonte Schenck. "Wir liegen immer noch in der unteren Hälfte, wenn wir uns mit unseren Wettbewerbern vergleichen." Die Bank müsse wettbewerbsfähig zahlen, wenn sie sich gegenüber der internationalen Konkurrenz behaupten wolle.

Experten raten der Deutschen Bank zu Strategiewechsel
Samir Ibrahim, ARD Frankfurt
02.02.2018 09:49 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 02. Februar 2018 um 09:00 Uhr in den Börsennachrichten.

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