Deutsche-Bank-Chef Cryan | Bildquelle: dpa

Rechtsstreit beigelegt Deutsche Bank zahlt 95 Millionen Dollar

Stand: 05.01.2017 10:01 Uhr

Die Deutsche Bank kommt bei der Bewältigung ihrer zahlreichen Rechtstreitigkeiten weiter voran. Eine Millionenzahlung beendet einen Steuerstreit in den USA. Mindestens ein weiterer großer Fall ist für die Deutsche Bank allerdings noch offen.

Die Deutsche Bank hat einem weiteren Rechtsstreit mit den US-Behörden beigelegt. Das Geldhaus habe einer Strafzahlung von 95 Millionen Dollar zugestimmt, teilte der Bundesanwalt Preet Bharara in New York mit.

Die US-Behörden hatten dem Frankfurter Geldhaus vorgeworfen, im Jahr 2000 über ein Geflecht aus Luftbuchungen und Scheinfirmen im großen Stil Steuern hinterzogen zu haben.

7,2 Milliarden im Dezember

Erst kurz vor Weihnachten hatte die Deutsche Bank gegen eine Strafzahlung und Entschädigungen in Höhe von insgesamt 7,2 Milliarden Dollar einen Rechtsstreit um faule Hypothekenpapiere in den USA beigelegt. Dem Geldhaus wurde vorgeworfen, mit solchen Geschäften zum Kollaps des US-Häusermarktes im Jahr 2008 beigetragen zu haben. Ursprünglich hatte eine Strafzahlung von 14 Milliarden Dollar im Raum gestanden, was Sorgen um die Stabilität der Deutschen Bank ausgelöst hatte.

Offen ist nun vor allem noch eine mögliche Strafe wegen des Verdachts auf Sanktionsverstöße und Geldwäsche bei Geschäften in Russland. Vorstandschef John Cryan hat die Aufarbeitung der Altlasten ganz oben auf seine Agenda gesetzt. Zuletzt hatte die Deutsche Bank rund 5,9 Milliarden Euro für Rechtsrisiken zurückgelegt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 05. Januar 2017 um 11:00 Uhr.

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