Logo der Commerzbank vor der Firmenzentrale in Frankfurt am Main | Bildquelle: dpa

Datenleck bei Dienstleister Commerzbank tauscht 15.000 Kreditkarten aus

Stand: 20.01.2016 13:54 Uhr

Die Commerzbank muss wegen eines Datenlecks bei einem Kreditkarten-Dienstleister rund 15.000 Kreditkarten austauschen. Die Bank habe von den Kreditkartenfirmen Hinweise erhalten, dass Dritte unberechtigt in den Besitz von Daten gelangt sein könnten, so ein Sprecher.

Nach einem größeren Datenleck bei einem Dienstleister hat die Commerzbank 15.000 Kreditkarten ausgetauscht. "Wir haben vorsorglich Kreditkarten ausgetauscht, weil wir von einem Dienstleister informiert wurden, dass es möglicherweise zu Missbrauchsfällen kommen könnte", sagte ein Commerzbank-Sprecher. Er bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatts". "Von der Kreditkartenorganisation haben wir Hinweise erhalten, dass Dritte möglicherweise unberechtigt in den Besitz von Kreditkartendaten gelangt sein könnten", heißt es in einem Schreiben der Commerzbank an betroffene Bankkunden, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Um der Gefahr einer missbräuchlichen Verwendung vorzubeugen, tauschen wir Ihre Karte vorsorglich aus."

Auch andere Banken betroffen?

Zwar machen die 15.000 Karten nur einen sehr kleinen Teil aller Karten aus, die die Commerzbank an ihre knapp zwölf Millionen Privatkunden ausgegeben hat. Dennoch ist ein Austausch in dieser Größenordnung nichts Alltägliches. Dem Vernehmen nach warnten die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard die Commerzbank vor dem möglichen Ausspionieren sensibler Kartendaten. Diese Hinweise hätten auch andere Banken erhalten. Ob diese ebenfalls Kreditkarten in größerem Umfang ausgetauscht haben, ist unklar.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 21. Januar 2016 um 16:30 Uhr.

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