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Der angeschlagene US-Autokonzern Chrysler hat Insolvenz angemeldet. Zugleich steigt der italienische Konkurrent Fiat bei dem Unternehmen ein. Beide Seiten hätten eine entsprechende Einigung erzielt, teilte US-Präsident Barack Obama mit. Chrysler werde dafür weitere staatliche Milliardenhilfen erhalten. So würden rund 30.000 Jobs bei Chrysler gesichert. Fiat habe zugesagt, seine Technologie einzubringen und neue Fahrzeuge zu entwickeln.
[Bildunterschrift: Chrysler setzt auf Hilfe aus Italien. ]
Dass der drittgrößte US-Autohersteller ein Verfahren mit Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts eröffne, sei "kein Zeichen von Schwäche", sagte der Präsident. Chrysler werde aus dem Verfahren gestärkt und konkurrenzfähig hervorgehen. Regierungsangaben zufolge soll Fiat zunächst einen 20-prozentigen Anteil an Chrysler erhalten, der später auf 35 Prozent steigen soll. Das Insolvenzverfahren solle schnell über die Bühne gehen und zwischen 30 und 60 Tagen dauern, sagte ein Regierungsbeamter. Der laufende Betrieb werde nicht gestört. Zuvor waren offenbar Verhandlungen mit den Gläubigern des Unternehmens über einen Schuldenerlass geplatzt.
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Vor der Bekanntgabe der Pläne durch den Präsidenten hatten US-Medien von zähen Verhandlungen zwischen US-Finanzministerium und Chrysler-Gläubigern über eine Umschuldung berichtet. Dabei habe der Staat sein Angebot an die Gläubiger noch einmal aufgestockt: Statt zwei Milliarden sollten die mehr als 40 Hedgefonds nun 2,25 Milliarden Dollar erhalten, damit sie im Gegenzug auf ihre Forderungen in Höhe von 6,9 Milliarden Dollar verzichten. Die großen Gläubiger waren nach Medieninformationen zu dem Deal bereit. Er sei aber am Widerstand vor allem der Hedgefonds gescheitert.
[Bildunterschrift: Die US-Regierung wartet auf ein neues Sanierungskonzept. ]
Chrysler hatte bis heute Zeit, der US-Regierung ein neues Sanierungskonzept vorzulegen. Auf dieser Grundlage sollte über weitere staatliche Hilfen entschieden werden. Die Regierung hatte Chrysler eine Reihe von Bedingungen gestellt. Dazu gehörte auch die - jetzt gescheiterte - Einigung mit den Gläubigern und eine Vereinbarung mit der Autogewerkschaft über Kostensenkungen.
Die US-Regierung hatte Chrysler in den vergangenen Monaten mehrere Milliarden Dollar als Überbrückungskredit zur Verfügung gestellt. Weiterhin unklar ist das Schicksal des Autokonzerns General Motors: Auch diesem Konzern hat die Regierung eine Frist für die Vorlage eines Sanierungskonzepts gesetzt, die allerdings erst Ende Mai ausläuft. Der dritte der drei großen US-Autokonzerne, Ford, kann nach eigenen Angaben ohne staatliche Hilfen über die Runden kommen.
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