Sommer 2007 bis Frühjahr 2008 Aus der US-Krise wird eine weltweite Krise

Stand: 21.11.2008 17:02 Uhr

Die US-Investmentbank Bear Stearns in New York | Bildquelle: dpa
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Die US-Investmentbank Bear Stearns in New York

Mit Bear Stearns fängt die Eskalation der Finanzmarktkrise an. Im Sommer 2007 wird die Schieflage zweier Hedgefonds der Bank bekannt, in Deutschland kriseln IKB und diverse Landesbanken, in Großbritannien wird Northern Rock verstaatlicht - spätestens jetzt wird klar, dass aus der US-Immobilienkrise eine weltweite Finanzmarktkrise geworden ist. Die Ereignisse bis zum Frühjahr 2008.

Juni 2007: Alarmglocken an der Wall Street: Zwei Hedgefonds der New Yorker Investmentbank Bear Stearns straucheln, weil sie in großem Stil in mit Immobilien besicherten Papieren engagiert sind.

Juli/August 2007: In Deutschland geraten Banken wegen Fehlspekulationen am US-Immobilienmarkt in die Krise - etwa die Mittelstandsbank IKB, die SachsenLB, die WestLB und die BayernLB.

September 2007: Besorgte Kunden stürmen die Schalter der britischen Bank Northern Rock. Die Regierung und die Bank von England garantieren die Einlagen, Northern Rock wird vom Staat übernommen.

Oktober 2007: Ein großes Finanzhaus nach dem anderen meldet Milliardenabschreibungen und hohe Verluste.

Februar 2008: Der US-Kongress billigt ein Konjunkturprogramm im Umfang von 150 Milliarden Dollar.

März 2008: Das Investmenthaus Bear Stearns wird auf Druck der US-Notenbank kurz vor dem Zusammenbruch an die Großbank J.P. Morgan Chase verkauft. Die US-Regierung springt mit Garantien ein.

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