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Juli 2016 Banken laut Stresstest krisenfest

Stand: 24.08.2016 14:15 Uhr

Im neuen europäischen Stresstest erweisen sich die untersuchten Großbanken als weitgehend krisenfest. Trotz der Abgasaffäre steigert VW im ersten Halbjahr Absatz und Gewinn - legt aber wegen neuer US-Klagen zusätzliche Milliarden zurück.

01. Juli: Das griechische Parlament billigt im Rahmen der von den internationalen Geldgebern geforderten Privatisierungen den Verkauf des Hafens von Piräus an die chinesische Großreederei Cosco.

02. Juli: Im London demonstrieren Zehntausende Menschen gegen den Brexit.

05. Juli: Lufthansa einigt sich im Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern auf eine Anhebung der Gehälter um 5,5 Prozent.

06. Juli: Das Bundeskabinett billigt den Haushaltsentwurf 2017 und den Finanzplan bis 2020 - geplant ist, dabei ohne zusätzliche Schulden auszukommen.

08. Juli: Der Bundesrat stoppt die vom Bundestag beschlossene Erbschaftsteuerreform mit Privilegien für Firmenerben vorerst und ruft den Vermittlungsausschuss an.

10. Juli: Ein Konsortium unter Führung des Herder-Verlags übernimmt die Mehrheit an der Buchhandelskette Thalia.

12. Juli: Das Oberlandesgericht Düsseldorf stoppt die per Ministererlaubnis von Bundeswirtschaftsminister Gabriel genehmigte Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka. Die EU-Finanzminister machen erstmals den Weg für Strafen gegen Staaten aufgrund von ungenügender Schritte gegen zu hohe Haushaltsdefizite frei - Spanien und Protugal drohen nun Geldbußen infolge ihrer Verstöße gegen den Stabilitätspakt.

14. Juli: Die EU-Kommission weitet ihr Wettbewerbsverfahren gegen den US-Internetkonzern Google aus.

19. Juli: Die EU-Kommission verhängt gegen mehrere Lkw-Hersteller wegen illegaler Preisabsprachen eine Rekordstrafe von mehr als 2,9 Milliarden Euro. Infolge des Brexit-Votums senkt der IWF seine Konjunkturprognose für die Weltwirtschaft. Mehrere US-Bundesstaaten reichen Klagen gegen VW ein, in denen sie zusätzlich zum Vergleich vom Juni Hunderte Millionen Dollar fordern.

20. Juli: VW legt weitere 2,2 Milliarden Euro zur Bewältigung der Dieselgate-Affäre zur Seite.

21. Juli: Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins auf dem Rekordtief von null Prozent.

22. Juli: Volkswagen stoppt wegen des Abgasskandals den Verkauf der meisten Modelle in Südkorea.

25. Juli: Der US-Telekommunikationskonzern Verizon übernimmt das Internet-Kerngeschäft des Konzerns Yahoo.

26. Juli: Ein US-Gericht gibt im Rechtsstreit um manipulierte Abgaswerte bei VW grünes Licht für den ausgehandelten Milliarden-Vergleich, der eine Entschädigung jedes betroffenen US-Kunden vorsieht.

27. Juli: Die Deutsche Bahn meldet für das erste Halbjahr einen deutlichen Gewinnanstieg. Volkswagen meldet ungeachtet der Abgasaffäre für das erste Halbjahr einen weiteren Anstieg des weltweiten Absatzes.

28. Juli: Im Juli sinkt die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 112.000. Das führende britische Privatkundeninstitut Lloyds kündigt als Reaktion auf das Brexit-Votum die Streichung von 3000 Stellen an.

29. Juli: Beim Stresstest 2016 der Europäischen Bankenaufsicht EBA erweisen sich die 51 untersuchten Geldhäuser überwiegend als krisenfest. Die Europäische Zentralbank billigt den Rettungsplan der krisengeschüttelten italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena.

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