EZB in Frankfurt am Main

Januar 2015 Die EZB wirft die Geldmaschine an

Stand: 02.03.2015 14:58 Uhr

Im Kampf gegen eine drohende Deflation gibt die EZB bekannt, Staatsanleihen im Wert von 1140 Milliarden Euro zu kaufen. In Griechenland droht ein Ende des Sparkurses. Denn der Linkspolitiker Tsipras gewinnt die vorgezogene Wahl und wird neuer Ministerpräsident.

01. Januar 2015: Litauen ist das 19. Mitgliedsland der Eurozone. Die Eurasische Union nimmt ihre Arbeit auf.

05. Januar 2015: In Deutschland lag 2014 die Inflationsrate nur noch bei 0,9 Prozent und damit so niedrig wie zuletzt im Krisenjahr 2009. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte 2014 ein Rekordnvieau von 42,6 Millionen.

06. Januar 2015: Die großen Flugzeughersteller Boeing und Airbus schließen das Jahr 2014 mit Rekorden ab.

07. Januar 2015: Der deutsche Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin stabil. Nach Angaben der Bundesagentur waren im Dezember 2,764 Millionen Menschen ohne Arbeit - im Vergleich zum Vormonat ein Plus von 47.000. Der seit Monaten fallende Rohölpreis fällt unter die Marke von 50 US-Dollar je Barrel. Auf dem Fernbusmarkt fusionieren die Anbieter MeinFernbus und FlixBus.

09. Januar 2015: Die deutsche Autohersteller Mercedes-Benz, Audi, BMW und VW verzeichnen für 2014 Absatzrekorde.

10. Januar 2015: Die Ratingagentur Fitch stuft die Kreditwürdigkeit Russlands auf BBB- herab.

12. Januar 2015: Die russische Zentralbank gibt bekannt, dass sie im Jahr 2014 insgesamt 76,1 Milliarden Dollar und 5,4 Milliarden Euro zur Stabilisierung des Rubel-Wechselkurses investiert hat.

13. Januar 2015: Das Bundesfinanzministerium bestätigt, dass die schwarze Null im Bundeshaushalt bereits 2014 erreicht worden ist. China hat nach eigenen Angaben die Außenhandelsziele im Jahr 2014 deutlich verfehlt - die Wachstumsrate für Ein- und Ausfuhren lag bei 3,4 Prozent anstelle der angestrebten 7,5 Prozent.

14. Januar 2015: Im Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof erklärt der Generalanwalt in seinem Gutachten den massenhaften Ankauf von Staatsanleihen hoch verschuldeter Euro-Staaten durch die Europäische Zentralbank im Grundsatz für zulässig, solange sich die EZB aus dem Reformprogramm für das betroffene Land heraushalte.

15. Januar 2015: Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass die deutsche Wirtschaft 2014 nach ersten Schätzungen um 1,5 Prozent gewachsen sei. Später wird die Zahl auf 1,6 Prozent korrigiert. Der US-Autohersteller General Motors meldet für 2014 einen Verkaufsrekord. Die Schweizer Notenbank entkoppelt überraschend den Franken vom Euro. Anleger an den Devisenmärkten reagieren geschockt, die eidgenössische Währung wertet gegenüber dem Euro drastisch auf.

16. Januar 2015: Die Tariflöhne in Deutschland legten 2014 real um 2,2 Prozent zu.

17. Januar 2015: Die Ratingagentur Moody's stuft die Kreditwürdigkeit Russlands auf Baa3 herunter.

20. Januar 2015: Der IWF senkt seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2015 um 0,3 Punkte auf 3,5 Prozent. Die Wachstumsrate der chinesischen Wirtschaft erreicht mit 7,4 Prozent im Jahr 2014 den niedrigsten Wert seit 1990.

22. Januar 2015: Die EZB gibt bekannt, dass sie bis Ende September 2016 monatlich für 60 Milliarden Euro Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus den Euro-Ländern aufkauft.

25. Januar 2015: In Griechenland gewinnt das Linksbündnis Syriza um Parteichef Alexis Tsipras die Wahl. Zusammen mit der rechtspopulistischen Partei "Unabhängige Griechen" bildet er nur einen Tag nach der Wahl eine Koalition. Tsipras will als neuer Ministerpräsident erreichen, dass die Sparauflagen der internationalen Geldgeber gelockert werden.

26. Januar 2015: Die Ratingagentur Standard & Poor's senkt die Bonitätsnote Russlands auf Ramschniveau.

28. Januar 2015: Die Bundesregierung hebt ihre Konjunkturprognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr auf 1,5 Prozent an. Die neue griechische Regierung unter Ministerpräsident Tsipras stoppt die weiteren Privatisierungsvorhaben. Sie will zudem Staatsbedienstete wieder einstellen sowie die Mindestrenten und den Mindestlohn anheben sowie die Kreditvereinbarungen mit den internationalen Geldgebern neu verhandeln. Nach der starken Aufwertung des Schweizer Frankens steuert das Land auf eine Rezession zu.

29. Januar 2015: Die Verbraucherpreise in Deutschland sind 2014 um 0,3 Prozent gesunken.

30. Januar 2015: Der deutsche Einzelhandel meldet für 2014 einen Umsatzanstieg um 1,4 Prozent. In der Eurozone sinkt die Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Stand seit Sommer 2012. Die russische Notenbank senkt überraschend den Leitzins auf 15 Prozent.

31. Januar 2015: Die neue griechische Regierung kündigt an, nicht mehr mit den Kontrolleuren der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds kooperieren zu wollen.

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