Euroscheine und -münzen vor Lohnabrechnung

Juli 2014 Notenbanken fordern höhere Löhne

Stand: 29.07.2014 16:10 Uhr

Bundesbank und EZB werben für höhere Löhne in Deutschland. Die Bundesregierung treibt die Umsetzung der Bankenunion voran - in Karlsruhe geht eine Verfassungsbeschwerde dagegen ein. Russland muss frühere Jukos-Aktionäre mit 50 Milliarden Dollar entschädigen.

01. Juli 2014: Im Juni gab es in Deutschland fast 50.000 Arbeitslose weniger als im Mai, die Quote sank auf 6,5 Prozent. Auch in der Euro-Zone setzt sich die Erholung fort: Gemessen wurde die niedrigste Zahl seit September 2012. Die Unterschiede zwischen den Staaten bleiben allerdings beträchtlich.

02. Juli 2014: Aus den USA gibt es gute Nachrichten - der Arbeitsmarkt erholt sich und der Dow Jones knackt auch deswegen erstmals die 17.000-Punkte-Marke. In Europa will die EZB künftig nur noch alle sechs Wochen über den Leitzins entscheiden, um die Märkte zu beruhigen. Sie lässt den Leitzins dieses Mal bei 0,15 Prozent.

08. Juli 2014: Das österreichische Parlament verabschiedet das umstrittene Gesetz zum Schuldenschnitt bei der Hypo Alpe Adria. Trotz internationaler Kritik votieren die Abgeordneten dafür, bestimmte Gläubiger sowie die Ex-Hypo-Mutter BayernLB mit insgesamt knapp 1,7 Milliarden Euro zur Kasse zu bitten.

09. Juli 2014: Das Bundeskabinett bringt ein Gesetzespaket auf den Weg, mit dem zentrale Teile der auf europäischer Ebene vereinbarten Bankenunion in deutsches Recht umgesetzt werden. Es sieht vor, dass Eigentümer und Geldgeber deutscher Banken von 2015 an bei der Rettung ihres Instituts als erste zur Kasse gebeten werden.

11. Juli 2014: Die Inflationsrate in Deutschland bleibt niedrig. Waren und Dienstleistungen kosteten im Juni durchschnittlich 1,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. An den Börsen sorgt die portugiesische Privatbank Banco Espírito Santo für Nervosität. Vorübergehend wurde der Handel mit Aktien des Instituts ausgesetzt. Grund sind unter anderem finanzielle Schwierigkeiten der Muttergesellschaft.

17. Juli 2014: Im Streit über die Abwicklung der WestLB erleiden die Sparkassen eine juristische Niederlage. Das EU-Gericht in Luxemburg weist sämtliche vom Sparkassenverband Westfalen-Lippe aufgeführten Klagegründe zurück. Die Zerschlagung der Bank 2012 war rechtens. Die Inflationsrate im Euroraum bleibt mit 0,5 Prozent im Juni weiter sehr niedrig.

21. Juli 2014: Die Bundesbank wirbt für höhere Löhne.

22. Juli 2014: Die seit der US-Immobilienkrise verpönten Subprime-Kredite feiern ein Comeback - wenn auch unter anderem Namen und unter anderen Bedingungen.

23. Juli 2014: Die EU genehmigt staatliche Beihilfen für Regionalflughäfen in Deutschland.

24. Juli 2014: Facebook meldet Umsatzsprung im zweiten Quartal dank Erfolgen auf dem Mobilmarkt.

25. Juli 2014: Amazon schreibt rote Zahlen trotz deutlich steigender Umsätze.

27. Juli 2014: Nach der Bundesbank macht sich auch die Europäische Zentralbank für höhere Lohnabschlüsse in Deutschland stark.

28. Juli 2014: Der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag verurteilt Russland zur Zahlung von 50 Milliarden Dollar Schadensersatz an frühere Jukos-Aktionäre. Beim Bundesverfassungsgericht geht eine Verfassungsbeschwerde gegen die Bankenunion ein. Die britische Bank Lloyds einigt sich im Libor-Skandal mit den Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien auf die Zahlung von umgerechnet 276 Millionen Euro.

29. Juli 2014: Die Schweizer Großbank UBS zahlt Deutschland ein Bußgeld von 300 Millionen Euro, um die das Verfahren in Bochum wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung beizulegen. Die Ratingagentur Moody's stuft die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank herab.

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