Ölfässer in Senju, Nordkorea, an der Grenze zu China | Bildquelle: dpa

China und Nordkorea Aus für die Gemeinschaftsunternehmen

Stand: 28.09.2017 13:21 Uhr

Nach der Verschärfung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea verbietet China Gemeinschaftsunternehmen mit dem international weitgehend isolierten Land. Die Anwendung der Sanktionen durch Peking treffen Nordkorea hart.

China ordnet die Schließung nordkoreanischer Firmen an und verbietet chinesisch-nordkoreanische Gemeinschaftsunternehmen. Das teilte das Handelsministerium in Peking mit. Bis Januar müssten die Unternehmen geschlossen werden. Die Maßnahme ist Teil der Mitte September vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen gegen Pjöngjang wegen dessen Atom- und Raketenprogramms.

Betroffen sind Firmen, die von nordkoreanischen Einzelpersonen oder Betrieben in China gegründet wurden, auch Joint Ventures, wie es in Peking heißt. Die Unternehmen haben nun 120 Tage Zeit zu schließen - ab Beschluss der UN-Sanktionen.

China ist Nordkoreas wichtigster Handelspartner und Verbündeter

Die UN-Resolution 2375 war am 11. September von den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrat verabschiedet worden. Ausgelöst wurde die Resolution durch den sechsten und bislang größten Atomwaffentest am 3. September 2017. Vor wenigen Tagen hatte China bereits angekündigt, einen anderen wesentlichen Teil der Sanktionen umzusetzen: Ab 1. Oktober wird der Export von Ölerzeugnissen nach Nordkorea begrenzt. Zudem wurde ein Einfuhrverbot für Textilien verhängt.

Bereits Ende August hatte Peking nordkoreanischen Firmen und Staatsbürgern verboten, neue Unternehmen in China zu gründen. Die Anwendung der Sanktionen durch Peking treffen Nordkorea besonders hart: China ist Nordkoreas wichtigster Handelspartner und Verbündeter. US-Präsident Donald Trump hatte China wiederholt vorgeworfen, nicht genug Druck auf Pjöngjang auszuüben, damit es sein Atomwaffenprogramm aufgibt. In der vergangenen Woche hatten sich Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un ein immer schrilleres Wortgefecht geliefert und damit die Spannungen weiter angeheizt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. September 2017 um 13:00 Uhr.

Darstellung: