Remy Martin verkauft weniger Cognac in China

Neue Verhaltensregeln gegen überzogenen Luxus

Remy Martin verkauft weniger in China

Cognac (Bildquelle: picture-alliance / Photocuisine)
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Edelcognacs sind in China beliebt - auch als Geschenk. Die neuen Regeln erschweren solche Gaben.

Verschärfte Verhaltensregeln für chinesische Offizielle setzen dem Verkaufsschlager des französischen Spirituosenhersteller Remy Cointreau zu. Im ersten Quartal verkaufte der Konzern weniger Cognac der Marke Remy Martin als zuvor. Auch in der näheren Zukunft sei eine Besserung nicht in Sicht, weil der Handel weiter seine Bestände abbaue, teilte Remy Cointreau im Quartalsbericht mit.

Der Konkurrenz geht es nicht besser: Auch Diageo und Pernod haben im Reich der Mitte wegen der neuen Benimmregeln bei der Annahme von Geschenken, aber auch wegen der aktuellen Wachstumsschwäche weniger verkauft. Remy Cointreau meldete für das am 30. Juni zu Ende gegangene Quartal einen um 2,3 Prozent auf 263,7 Millionen Euro gesunkenen Umsatz.

China weiter Hoffnungsmarkt

Dennoch setzt der Konzern weiter auf das China-Geschäft. Die Wende soll mittelfristig die Generation junger, gut ausgebildeter und weit gereister Chinesen bringen, denen der Konzern außer Remy Martin auch den Likör Cointreau und den Whisky Bruichladdich anbietet.

Remy Contreau erwirtschaftet rund 40 Prozent des operativen Gewinns mit dem Verkauf von Cognac in der Volksrepublik. Wie andere europäische Firmen expandierten die Franzosen in die schnell wachsenden Märkte in China.

Expansion in den USA

Im Gegensatz zum bevölkerungsreichsten Land der Erde lief es in den USA deutlich besser. Dort erzielte die Marke Remy Martin zweistellige Wachstumsraten. In Europa blieb das Geschäft dank der kräftigen Nachfrage in Russland und Großbritannien stabil.

Stand: 18.07.2013 15:40 Uhr

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