Der belgische Außenminister spricht mit der Presse zu inner-belgischen Verhandlungen über CETA | Bildquelle: AFP

Freihandelsabkommen Belgien vertagt CETA-Verhandlungen

Stand: 26.10.2016 23:59 Uhr

Bis in den späten Abend hinein saßen die Vertreter der belgischen Regionen und der Zentralregierung in Brüssel zusammen, doch auf eine abschließende Lösung im Streit über das Freihandelsabkommen CETA kamen sie nicht. Die Verhandlungen sollen am Morgen weitergehen.

Die Verhandlungen zwischen den belgischen Regionen und der Zentralregierung über das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA sind am späten Mittwochabend auf den Morgen vertagt worden. "Wir warten auf eine definitive Antwort" der Regionen, teilte der belgische Außenminister Didier Reynders nach einem Verhandlungsmarathon mit. Ab 10.00 Uhr wollen die Parteien zu einer neuen Gesprächsrunde zusammenkommen.

Reynders hatte vor Beginn des Treffens am Abend gesagt, es werde nun darum gehen, "alles abzuschließen und die Texte an die Europäische Union zu schicken". Der Regierungschef der Wallonie, Rudy Demotte, dämpfte allerdings die Erwartungen. "Wir führen technische Diskussionen, die kompliziert sind", sagte er. Auch nach dem Gespräch blieben noch "technische Fragen" zu klären, so Demotte nach Angaben der Agentur Belga.

Heute sollte das CETA-Abkommen eigentlich bei einem EU-Kanada-Gipfel feierlich unterzeichnet werden. Ohne die Zustimmung Belgiens kann dies allerdings nicht geschehen. Die Wallonie und andere Regionalvertreter haben ein Veto gegen CETA eingelegt, weil sie Nachbesserungen fordern.

Über dieses Thema berichtete das Nachtmagazin am 27. Oktober 2016 um 00:15 Uhr.

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