Ein Mini Cabrio des Carsharing-Unternehmens DriveNow steht am Straßenrand. | Bildquelle: dpa

Mobil ohne eigenes Auto Mehr als zwei Millionen nutzen Carsharing

Stand: 26.02.2018 15:22 Uhr

Per App oder Mausklick die nächste Autofahrt sichern - immer mehr Menschen in Deutschland setzen sich in Carsharing-Autos hinter das Steuer. Inzwischen hat die Kundenmarke der gebuchten Autos die zwei Millionen geknackt.

Auto buchen, losfahren, ankommen und den Wagen einfach stehen lassen - immer mehr Menschen in Deutschland nutzen das Carsharing, um von A nach B zu kommen. Mittlerweile greifen bundesweit rund 2,1 Millionen Menschen auf das Angebot zurück.

Den Trend zum Autofahren ohne eigenes Auto hält der Bundesverband Carsharing in seiner jährlichen Statistik fest: Am Stichtag des 1. Januars 2018 waren 110.000 Carsharing-Kunden bei den 165 deutschen Anbietern angemeldet. Im Vergleich zum Jahresbeginn 2017 ein Plus von 23 Prozent.

Ein Viertel mehr Nutzer bei den "Freefloatern"

Besonders beliebt sind dabei die Fahrzeuge der sogenannten Freefloater, also Autos, die nicht an einer bestimmten Station abgestellt werden müssen. Marktführer sind hier die BMW-Tochter "DriveNow" und "Car2Go", ein Angebot des Daimler-Konzerns. Die "Freefloater" konnten beim Kundenstamm um ein Viertel zulegen: Zum Jahresanfang griffen laut Registrierungen fast 1,6 Millionen Menschen auf die Autos zurück.

Aber auch die Anbieter stationsgebundener Wagen wie etwa Flinkster von der Deutschen Bahn konnten im Jahresvergleich ein Plus an Nutzern von 17,6 Prozent verzeichnen: Etwa 535.000 sind mittlerweile mit stationsabhängigen Carsharing-Autos unterwegs und damit 80.000 mehr als noch Anfang Januar 2017.

Stationsbedingte Anbieter rüsten stärker auf

Trotz der Zugewinne an Kunden sei Carsharing nach wie vor ein kleiner Markt, sagt Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Bundesverbands CarSharing: "Aber die Zuwachsraten zeigen, dass wir die Nische verlassen. Carsharing ist die einzige direkte Alternative zum privaten Autobesitz."

Inzwischen sind Carsharing-Angebote in fast 700 Städten und Gemeinden Deutschlands verfügbar - bundesweit können die Kunden in 17.950 der Autos einsteigen. Dabei rüsten die stationsbasierten Anbieter mit deutlich mehr auf als die Freefloater: Innerhalb des Erhebungszeitraums schafften sie 6,9 Prozent mehr Fahrzeuge an, die stationsunabhängigen Anbieter stockten ihre Auto-Flotte um 1,3 Prozent auf.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 26. Februar 2018 um 16:15 Uhr.

Darstellung: