Schild mit dem Butlers-Firmenlogo | Bildquelle: dpa

Einrichtungskette Butlers stellt Insolvenzantrag

Stand: 30.01.2017 16:15 Uhr

Mit Geschirr, Küchenzubehör, Dekoartikeln und anderen Dingen will die Einrichtungskette Butlers den Alltag seiner Kunden ein bisschen schöner machen. Doch das Geschäft lief zuletzt immer schlechter. Nun hat Butlers Insolvenzantrag gestellt.

My home is my castle. Viele Menschen legen großen Wert darauf, dass ihr Zuhause schön dekoriert und eingerichtet ist. Dekoartikel, Accessoires und Möbel dafür gibt es zum Beispiel bei der Einrichtungskette Butlers zu kaufen. Lange Zeit schwamm das Unternehmen dank der Dekorationslust der Bundesbürger auf einer Erfolgswelle. Doch seit einiger Zeit liefen die Dinge nicht mehr rund. Bereits im Geschäftsjahr 2015 musste der Konzern einen Jahresfehlbetrag von mehr als zwölf Millionen Euro ausweisen.

Nun hat das 1999 gegründete Unternehmen beim Kölner Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Ziel sei die Erhaltung und nachhaltige Sanierung, betonte der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Jörg Bornheimer. Butlers betreibt allein in Deutschland 94 Filialen und beschäftigt nach eigenen Angaben zurzeit rund 1000 Mitarbeiter. Deren Gehälter seien bis inklusive März gesichert.

Als Ursache für die Krise nannte das Unternehmen unter anderem den zunehmenden Wettbewerbsdruck und den starken US-Dollar, der die Einkäufe verteuerte. Die gestiegenen Kosten hätten nicht zeitnah an die Kunden weitergeben werden können. Auch die Konkurrenz aus dem Internet machte Butlers zu schaffen.

Geschäfte sollen weiterlaufen

Butlers-Gründer Wilhelm Josten betonte, dass während des Insolvenzverfahrens alle Filialen und der Online-Shop der Einrichtungskette normal geöffnet bleiben sollen. "Wir sind zuversichtlich, dass Butlers auch weiterhin eine gute Zukunft hat", meinte er.

Der erste Butlers-Laden wurde 1999 in Köln eröffnet. Schon 2005 gab es mehr als 50 Filialen in der Bundesrepublik. Heute betreibt die Kette rund 160 Geschäfte im Deutschland, Österreich, Großbritannien und der Schweiz. Der Jahresumsatz der Gruppe lag zuletzt bei rund 95 Millionen Euro.

Konkurrent musste bereits aufgeben

Den äußerst harten Wettbewerb in der Branche hatte zuletzt auch der Konkurrent Strauss Innovation zu spüren bekommen. Die Kette musste Ende September erneut Insolvenz anmelden, alle Rettungsbemühungen scheiterten. Ende Februar stellt Strauss Innovation den Geschäftsbetrieb ein.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 30. Januar 2017 um 17:41 Uhr

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