Frontalaufnahme eines Triebwagens der Deutschen Bahn

Sparkurs bei Infrastruktur Rechnungshof kritisiert Bahn

Stand: 12.12.2016 04:27 Uhr

Der Bundesrechnungshof bemängelt die Verwendung von Bundesmitteln, die der Deutschen Bahn zur Verfügung stehen. Trotz Milliardensummen gebe es zu wenige Verbesserungen bei teils veralteten Verkehrswegen. Zudem fehle es an Transparenz.

Bundesrechnungshofpräsident Kay Scheller
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Bundesrechnungshofpräsident Kay Scheller

Der Präsident des Bundesrechnungshofes, Kay Scheller, hat scharfe Kritik an der Deutschen Bahn geübt. Dabei ging es um den Einsatz von Geldern, die das Unternehmen vom Bund erhält. Trotz der finanziellen Unterstützung fahre die Bahn im Hinblick auf die Infrastruktur einen Sparkurs.

"Wir sehen sehr kritisch, dass hier jedes Jahr drei bis vier Milliarden Euro an Steuergeld in die Bahn fließen, ohne dass die Bahninfrastruktur wesentlich verbessert wird", sagte Scheller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ein Beispiel seien etwa Eisenbahnbrücken. Deren Durchschnittsalter nehme immer mehr zu und sie seien teils in immer schlechterem Zustand.

Zudem bemängelte Scheller, dass eine Kontrolle darüber, wie und wofür die Bahn einige Bundesmittel einsetze, kaum möglich sei - es fehle an der nötigen Transparenz. "Die Haushalts- und Wirtschaftsführung der Bahn können wir uns nicht anschauen", führte Scheller aus. So könne nicht geprüft werden, ob das Geld wirtschaftlich und sparsam genutzt werde.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Dezember 2016 um 04:48 und um 06:00 Uhr.

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