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Das Informationsgespräch von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück mit den Ländern über deren Beteiligung am 480-Milliarden-Euro-Bankenrettungspaket ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Länder haben weiterhin Einwände gegen die Forderung des Bundes, sich zu 35 Prozent an den staatlichen Hilfen und Garantien zu beteiligen. Länder, deren Landesbanken von der Rettungsaktion profitieren, sollen sich sogar stärker finanziell engagieren.
"Die Länder sagen einheitlich, dass eine Doppelbelastung nicht in Frage kommt", sagte Bayerns Finanzminister Erwin Huber nach dem Treffen. Er lehnte eine Beteiligung seines Landes an dem bundesweiten Teil des Rettungspakets ab. Er sehe keine Grundlage dafür, sich an dem allgemeinen Risikoschirm zu beteiligen. "Der Bund entscheidet und die Länder bekommen die Rechnung, so geht es in einem fairen Miteinander nicht", hatte er bereits im ARD-Morgenmagazin gesagt. "Der Bund setzt uns das Messer auf die Brust."
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Huber sagte weiter, die Länder könnten die vorgesehene Summe von 160 Milliarden Euro nicht schultern. Sie würden zudem doppelt belastet, weil sie auch noch die Last für Landesbanken und Sparkassen übernehmen sollten - "das geht mit Sicherheit nicht". Bankenkontrolle und Geldwesen seien jedoch Bundesaufgabe.
Ablehnen will Huber das Paket gleichwohl nicht: "Ich möchte nicht, dass es platzt", sagte er. Dennoch reagiert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die zögerliche Haltung der Bundesländer. Für Donnerstagabend hat sie die 16 Ministerpräsidenten zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen, einen Tag vor der entscheidenden Sitzung des Bundesrates.
"Die Länder dürfen nicht überfordert werden", sagte Hubers designierter Nachfolger als CSU-Chef, Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer. "Daher steht unsere Zustimmung unter Vorbehalt." Die CSU werde das Paket "genau prüfen" und wolle "vor allem Klarheit darüber, wie hoch die Länder daran beteiligt werden sollen".
Auch Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus sieht nach eigenen Worten noch Klärungsbedarf. "Ich begrüße es, dass die Bundesregierung das Hilfspaket verabschiedet hat", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung". "Es gibt allerdings noch Gesprächsbedarf bei der Beteiligung der Länder."
Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) nannte den Gesetzentwurf hingegen "alternativlos" und erklärte die Bereitschaft seines Landes, sich zu beteiligen. Die Finanzkrise sei "eine Herausforderung, die zur gemeinsamen Kraftanstrengung zwingt", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger zeigte sich bereit, das Rettungspaket der Bundesregierung für die Banken mitzutragen. Der "Stuttgarter Zeitung" sagte er, die Länder könnten in den Föderalismuskommissionen nicht mehr Kompetenzen verlangen und in guten Jahren Steuermehreinnahmen verbuchen, "um sich in schwierigen Zeiten dann in die Büsche zu schlagen". Er stehe ausdrücklich hinter der gemeinsam erarbeiteten Beteiligung der Länder an den möglichen Verlusten. Der 35-Prozent-Anteil sei sachgerecht. Oettinger forderte allerdings, dass alle öffentlich-rechtlichen Institute den Garantiefonds nutzen können. Dazu gehörten auch die Landesbanken.
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Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller äußerte sich ebenfalls positiv. Es gehe jetzt darum, wieder Vertrauen in die Finanzmärkte zu bekommen, sagte er im Saarländischen Rundfunk. Zum jetzigen Zeitpunkt könne niemand sagen, in welchem Umfang tatsächlich Lasten für den Bund und die Länder anfielen.
Trotz der Kritik einiger Länder zeigte sich Unionsfraktionschef Volker Kauder zuversichtlich, dass das Paket auch von den Ländern mitgetragen werde. "Die Länder werden an Bord sein. Das sage ich heute zu", sagte der CDU-Politiker. Er sei sich sicher, "dass wir am Ende eine Lösung haben werden".
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