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Die Deutsche Bundesbank wird auch unter der Führung von Jens Weidmann für stabile Preise und eine unabhängige Geldpolitik stehen. Das versprach der frühere Wirtschaftsberater von Kanzlerin Angela Merkel bei seiner Einführung in das Amt des Bundesbank-Präsidenten in Frankfurt. Die Bundesbank habe sich durch ihre konsequente Haltung ein Kapital an Glaubwürdigkeit erarbeitet, was ihr auch bei der Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise zugute gekommen sei. "Dieses Kapital zu mehren, sehe ich als die vornehmste Verpflichtung eines Bundesbankpräsidenten", sagte Weidmann.
[Bildunterschrift: Bereits am Freitag erhielt Weidmann seine Ernennungsurkunde von Bundespräsident Wulff. ]
Unverzichtbare Voraussetzungen für die Erfüllung dieses Mandats seien auch tragfähige Staatsfinanzen. Weidmann kündigte im Beisein von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble an, die Sparpolitik der Bundesregierung genau unter die Lupe zu nehmen. "Ich werde in Berlin im Haushaltskabinett bei der Bewertung des Haushaltsentwurfs für 2012 ein besonderes Augenmerk darauf richten, dass die zurzeit sehr günstige Konjunktur- und Haushaltsentwicklung für eine zügige Defizitrückführung genutzt wird", sagte der neue Bundesbankchef.
Bundespräsident Christian Wulff hatte Weidmann am Freitag die Ernennungsurkunde als Präsident der Deutschen Bundesbank überreicht. Er ist der jüngste Präsident, den die Deutsche Bundesbank je hatte. Der Ökonom hatte dort bereits von 2003 bis 2006 die Abteilung Geldpolitik und monetäre Analyse geleitet.
Zuletzt war Weidmann Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Merkel. Deshalb gab es Kritiker, die durch seine Ernennung die Unabhängigkeit der Notenbank bedroht sahen. Weidmann wies dies zurück und versprach, er werde sich "mit allem Nachdruck" für die Unabhängigkeit der Bundesbank einsetzen.
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